Betrug im Gesundheitssystem: 1,6 Millionen Euro für Arztleistungen, die es nie gegeben hat

Datum05.07.2026 17:51

Quellewww.zeit.de

TLDREin Arzt im Bayerischen Wald hat über ein kriminelles System Rechnungen für nie erbrachte Leistungen, darunter Tausende Hausbesuche und Telefonberatungen, eingereicht. Er erschlich sich so mehr als 1,6 Millionen Euro. Dabei nutzte er teils existierende Patientenakten, um fiktive Diagnosen zu hinterlegen. Dieser Fall verdeutlicht die Anfälligkeit des Gesundheitssystems für Betrug, wie Benedikt Herber im ZEIT Verbrechen Podcast erläutert.

InhaltTausende Hausbesuche und Hunderte Telefonberatungen, die nie stattgefunden haben: Ein Arzt rechnet massenhaft Leistungen ab – und erschleicht sich so über 1,6 Millionen. Hassan O. arbeitet sich als Arzt durch Kliniken und landet schließlich im Bayerischen Wald. In einer Region, in der medizinische Versorgung knapp ist, übernimmt er neben seiner Arbeit im Krankenhaus Dienste als Bereitschaftsarzt – und entwickelt ein kriminelles System: Hassan O. rechnet Leistungen ab, die es nie gegeben hat. Teils bei realen Personen, die er zwar nicht gesehen hat, deren erfundene Diagnose er aber trotzdem in ihren Akten notiert.  Wie anfällig das Gesundheitssystem für Betrug sein kann, erzählt ZEIT-Autor Benedikt Herber den Podcast-Hosts Anne Kunze und Daniel Müller in einer neuen Folge des Videopodcasts von ZEIT Verbrechen.  Hier können Sie die Audiofolge hören. Moderation: Anne Kunze, Daniel MüllerGast: Benedikt Herber Produktion Video: Isabella KuggeKamera: Nils SampSchnitt: Claudius DobsMaske: Isabel Simoneth Produktion Audio: Poolartists