AfD-Parteitag: Weidel kontert Wahlprogramm: «Ich lebe etwas anderes»

Datum05.07.2026 13:50

Quellewww.zeit.de

TLDRAfD-Chefin Alice Weidel distanziert sich vom traditionellen Familienbild im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt. Obwohl das Programm eine Familie aus Mutter, Vater und Kindern als Ideal nennt, betont Weidel, dass sie selbst anders lebt und ihre gleichgeschlechtliche Beziehung sowie die Erziehung ihrer Kinder als positiv bewertet. Sie sieht keinen Widerspruch darin, als Politikerin für ein gesellschaftliches Zielbild einzutreten und gleichzeitig die Realität anzuerkennen, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen gleichwertig behandelt werden sollten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „AfD-Parteitag“. Lesen Sie jetzt „Weidel kontert Wahlprogramm: "Ich lebe etwas anderes"“. AfD-Chefin Alice Weidel kritisiert Aussagen im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zum traditionellen Familienbild, lässt sich nach eigenen Angaben davon aber nicht provozieren. "Die können reinschreiben, was sie wollen. Ich lebe etwas anderes", sagte sie am Rande des Bundesparteitages in Erfurt im RTL/ntv-Interview auf eine entsprechende Nachfrage. In dem Programm heißt es, "eine intakte Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern, ist erwiesenermaßen die beste Voraussetzung für eine gute und gesunde Kindesentwicklung". Weidel lebt mit einer Frau zusammen und zieht mit ihr gemeinsam zwei Kinder groß. "Wenn Sie mich persönlich fragen: Meine Kinder haben die beste Erziehung, die besten Voraussetzungen", sagte Weidel. "Wir leben mittlerweile in einer ganz anderen Realität. Also gleichgeschlechtliche Beziehungen sind gleichwertig zu behandeln." Die AfD-Chefin verteidigte zugleich die grundsätzliche Orientierung ihrer Partei beim Familienbild: "Wenn ich als Politikerin von einem gesellschaftlichen Zielbild rede, und das ist nun mal die traditionelle Familie, dann kann ich mich dafür einsetzen und es ist kein Widerspruch." © dpa-infocom, dpa:260705-930-337124/1