2. Fußball-Bundesliga: Hertha aktiv im Konjunktiv: Haben noch ein paar Fragezeichen

Datum05.07.2026 10:58

Quellewww.zeit.de

TLDRHertha BSC verhandelt weiterhin über potenzielle Neuzugänge und Abgänge. Trainer Stefan Leitl sieht sich mit vielen Unbekannten konfrontiert, während der Verein versucht, die Lücken nach den Verkäufen wichtiger Spieler zu schließen. Der Fokus liegt auf der Nachwuchsförderung angesichts knapper Finanzen, wobei vier Plätze im Profikader für junge Talente reserviert sind. Trotz der Verkäufe betont Leitl die gute Teamchemie.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „2. Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Hertha aktiv im Konjunktiv: Haben noch ein paar Fragezeichen“. Bei Fußball-Zweitligist Hertha BSC muss Trainer Stefan Leitl auch nach gut einer Woche Training mit sehr vielen unbekannten Variablen zurechtkommen. Bei möglichen Neuzugängen, die nach den Verkäufen der Topspieler Kennet Eichhorn, Fabian Reese oder Michael Cuisance sowie acht weiteren Abgängen nunmehr möglich sind, sei der Verein "immer noch im Konjunktiv unterwegs", wie Leitl nach dem 15:0-Sieg beim Sechstligisten Frohnauer SC im ersten Testspiel sagte. Auch auf der Abgabeseite habe man "noch ein paar Fragezeichen", sagte Leitl, "ich glaube, die Namen sind bekannt und dementsprechend müssen wir vorbereitet sein, falls noch etwas passiert." Neben Linus Gechter, Julian Eitschberger oder Marton Dardai steht dabei besonders Torhüter Tjark Ernst im Vordergrund, dem zwei Angebote von Feyenoord Rotterdam und Celtic Glasgow vorliegen sollen. Der 23-Jährige hatte auf dem Poloplatz in Frohnau im Trainingsanzug die Mannschaft begleitet, sollte aber von vornherein nicht eingesetzt werden. Auch Jungstar Eichhorn stand bei der Mannschaft, was für Leitl ein Ausdruck eines exzellenten Teamgefüges sei - auch ohne Neuzugänge: "Der ist jetzt für sehr viel Geld zu einem der besten Vereine in Deutschland gewechselt und das erste Spiel guckt er von seiner Hertha. Ich glaube, das spricht für ihn und spricht auch dafür, wie wir als Gruppe auch in der Vergangenheit agiert haben." Leitl, der in jeder Halbzeit zwei verschiedene Formationen auf den Platz geschickt hatte, hatte in der ersten Halbzeit mit sechs Akademiespielern voll auf die Karte Nachwuchs gesetzt. Der Berliner Weg muss angesichts knapper Berliner Kassen fortgesetzt werden, vier Plätze im Profikader sind für die jungen Spieler reserviert.  Dabei herrscht für den 48 Jahre alten Trainer das absolute Leistungsprinzip: "Es ist nicht so, dass es in Stein gemeißelt ist, dass diese Spieler permanent bei uns bleiben. Wir wollen natürlich, dass sie sich bei uns entwickeln." Der 19 Jahre alte Kian Todorovic machte mit gleich drei Treffern auf sich aufmerksam, aber auch die jungen Spieler in der Abwehr und im Mittelfeld wussten zu überzeugen. Leitl verteilte an alle 22 eingesetzte Spieler ein Lob: "Für die ersten neun Tage ohne richtig freien Tag mit einer hohen Intensität sah das schon wirklich - was die physische Komponente betrifft - richtig gut aus." Neuzugänge sollen trotzdem kommen. © dpa-infocom, dpa:260705-930-336353/1