Nachrichtenpodcast: Neue alte Spitze: Wohin steuert die AfD jetzt?

Datum05.07.2026 06:00

Quellewww.zeit.de

TLDRDie AfD hat auf ihrem Parteitag in Erfurt Tino Chrupalla und Alice Weidel als Vorsitzende wiedergewählt. Interne Streitigkeiten über eine Unvereinbarkeitsliste wurden vermieden, was Beobachter besorgt, da es auf eine weitere Radikalisierung hindeuten könnte. Zeitgleich gab es friedliche Proteste mit etwa 25.000 Teilnehmern gegen die Partei. Ein weiterer Bericht thematisiert 35 Männer und Jungen, die an einem Hitzewochenende ertranken.

InhaltDie AfD kann ihren Parteitag trotz Protesten pünktlich starten. Hat sie auch den internen Streit gut umschifft? Und: 35 Badetote an nur einem Wochenende – allesamt Männer Die Delegierten der AfD haben Tino Chrupalla und Alice Weidel als Parteivorsitzende wiedergewählt. Auf dem Parteitag in Erfurt am vergangenen Samstag erzielte Weidel mit 81 Prozent der Stimmen ein deutlich besseres Ergebnis als ihr Amtskollege Chrupalla, der 70 Prozent erhielt. Die Partei hat außerdem einen Streit über ihre Unvereinbarkeitsliste verhindert. Auf der Liste stehen Organisationen, deren Mitglieder nicht in der AfD aktiv sein dürfen. Der rechte Flügel um den Sprecher der thüringischen AfD, Björn Höcke, will die Liste anpassen, hat den entsprechenden Antrag jedoch kurzfristig zurückgezogen. Parteichefin Weidel hatte von sich aus eine Änderung in Aussicht gestellt. Beobachter befürchten dadurch eine weitere Radikalisierung der Partei. Am Rande des Parteitags ist es zu Protesten und Straßenblockaden gekommen. Laut der Polizei haben etwa 25.000 Personen friedlich gegen die Partei protestiert. Ob die Partei sich noch extremeren Gruppen öffnet und wie geeint sie bisher aufgetreten ist, berichtet Christian Parth. Er begleitet für die ZEIT den Parteitag in Erfurt. An dem vergangenen Wochenende sind in Deutschland besonders viele Menschen ertrunken. Bei Temperaturen am Wochenende von bis zu 41,7 Grad haben sich deutschlandweit viele in Gewässern abgekühlt. Dabei sind laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) 35 Personen ertrunken. Es handelte sich bei allen um Männer oder Jungen. Mithilfe von Protokollen, Polizeiberichten und Zeitungsartikeln hat Stella Schalamon, Redakteurin des ZEITmagazins, verschiedene Rettungseinsätze recherchiert und zusammengetragen. Im Podcast spricht sie über die Gründe für die hohe Zahl der Badeunglücke und darüber, welches Muster sich dabei immer wieder wiederholt hat. Und sonst so? Laufklub läuft Halbmarathon im Raupenkostüm. Moderation und Produktion: Erica Zingher Mitarbeit: Benjamin Probst und Sophia Boddenberg Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.