Datum04.07.2026 21:10
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Türkei hat dem LGBTQ-Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" eines US-Veranstalters das Anlegen in Aydın und Istanbul verweigert. Das Gouverneursamt begründete dies mit "moralischen Werten" und der Unvereinbarkeit mit dem gesellschaftlichen Gefüge. Konservative Kräfte und regierungsnahe Medien hatten zuvor gegen die geplante Ankunft des Schiffes mobilisiert. Die Absage betrifft nur den geplanten Besuch am 7. Juli, andere Kreuzfahrten sind davon unberührt.
InhaltDas LGBTQ-Kreuzfahrtschiff "Scarlet Lady" darf wegen "moralischer Werte" nicht in Aydin und Istanbul anlegen. Zuvor hatten Konservative gegen das Anlegen mobilisiert. Die Türkei hat dem vom US-Reiseveranstalter Atlantis Events gecharterten LGBTQ-Kreuzfahrtschiff untersagt, kommende Woche in den Häfen von Aydin und Istanbul anzulegen. Es komme "absolut nicht infrage", dass das Schiff Scarlet Lady im Hafen von Kuşadası anlege, teilte das Gouverneursamt der westtürkischen Provinz Aydın in einer auf X veröffentlichten Mitteilung mit. Es sei von Gruppen gechartert, "die für Verhaltensweisen bekannt sind, die mit dem Gefüge unserer Gesellschaft und unseren moralischen Werten unvereinbar sind", hieß es weiter. Nach Angaben des Gouverneursamts gilt die Entscheidung nur für den am 7. Juli geplanten Besuch des Schiffes. Andere Kreuzfahrten sind von der Entscheidung nicht betroffen. Vor der Reise hatten sich regierungsnahe türkische Medien und konservative Stimmen in sozialen Medien gegen ein Anlegen des Schiffes ausgesprochen und dagegen mobilgemacht: Sie forderten, das Anlegen zu untersagen. Nach der Absage lobten die regierungsnahe Zeitung Star und das Nachrichtenportal A Haber die Entscheidung. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.