Schusswaffen: Schüsse auf Firmengebäude und Auto in Wilmersdorf

Datum04.07.2026 16:42

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Wilmersdorf wurden Einschusslöcher an einem Firmengebäude und einem Auto festgestellt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei fand Patronenhülsen und ermittelt zur Tat. Die Kriminalpolizei prüft die Einbeziehung der Sondereinheit "Ferrum", die gegen organisierte Kriminalität, insbesondere Banden, die Ladenbesitzer erpressen, vorgeht. Seit Gründung von "Ferrum" wurden Hunderte Waffen und Munition sichergestellt. Ein weiterer Waffenfund in Neukölln steht möglicherweise nicht in Zusammenhang.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schusswaffen“. Lesen Sie jetzt „Schüsse auf Firmengebäude und Auto in Wilmersdorf“. Erneut sind in Berlin Schüsse abgefeuert worden. Polizisten stellten an einem Firmengebäude in Wilmersdorf und einem davor geparkten Wagen Einschusslöcher fest, wie die Polizei mitteilte. Ein Mitarbeiter bemerkte die Schäden demnach am Mittag und rief die Polizei. Die Beamten stellten Patronenhülsen sicher.  Verletzt wurde nach bisherigen Kenntnissen niemand. Wer geschossen hat und was die Hintergründe sind, war zunächst unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird noch geklärt, ob die Sondereinheit "Ferrum" beim Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen übernimmt.  Diese wurde im Herbst 2025 nach einer deutlichen Zunahme von Schusswaffenkriminalität gegründet, die Staatsanwaltschaft zog mit der Ermittlungsgruppe "Telum" (lateinisch für "Angriffswaffe") nach. Beide Gruppen arbeiten eng zusammen und gingen in den vergangenen Wochen verstärkt gegen organisierte Kriminalität vor. Im Fokus stehen nach Angaben der Ermittler Banden, deren Anführer von der Türkei aus agieren und die in Berlin und anderen Städten türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen.  Seit Bestehen der Sondereinheit "Ferrum" wurden nach jüngsten Angaben der Politei (22. Juni) mehr als 50 scharfe Schusswaffen, mehr als 800 Schuss Munition sowie zahlreiche weitere gefährliche Gegenstände sichergestellt. In 54 Fällen wurden demnach gegen mutmaßliche Täter Haftbefehle erlassen. Es gibt inzwischen insgesamt rund 460 Ermittlungsverfahren. Ob auch der Fund einer scharfen Waffe in Neukölln mit den Geschehnissen in Zusammenhang steht, ist fraglich. Polizisten stellten diese nebst Munition am Freitag sicher, als sie im Anita-Berber-Park mutmaßliche Drogendealer beobachteten. Die Waffe war laut Polizei in der Nähe unter einem Baumstamm versteckt. © dpa-infocom, dpa:260704-930-334173/1