Ukrainekrieg: Wolodymyr Selenskyj weist russische Einnahme von Kostjantyniwka zurück

Datum04.07.2026 14:38

Quellewww.zeit.de

TLDRDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die russische Darstellung der Einnahme von Kostjantyniwka als "Lüge" zurückgewiesen. Er versicherte, die strategisch wichtige Stadt im Donbas sei weiterhin unter ukrainischer Kontrolle. Russland hatte zuvor Präsident Putin die Eroberung der Stadt gemeldet, die als Teil einer wichtigen Verteidigungslinie im Donezk gilt. Der ukrainische Generalstab bestätigte Selenskyjs Aussage.

InhaltDas russische Militär hatte gemeldet, es habe die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka im Donbas erobert. Der ukrainische Präsident weist das als "Lüge" zurück. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Angaben aus Russland zurückgewiesen, wonach russische Einheiten die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka eingenommen haben. Selenskyj schrieb auf X, die Stadt im ⁠Osten des Landes sei weiter unter ukrainischer Kontrolle. Das russische Militär hatte ‌Präsident ⁠Wladimir Putin am Freitag die Einnahme der Stadt in der Industrieregion Donezk gemeldet – ein seit langem verfolgtes Ziel der russischen Führung.  "Das ist natürlich nicht wahr. Es ist nur eine weitere russische Lüge", schrieb Selenskyj. "Wenn Kostjantyniwka unter russischer Kontrolle wäre, ⁠hätte Putin vielleicht kein Problem, mich dort zu treffen, um ‌einen diplomatischen Weg zu ‌finden, diesen Krieg endlich zu beenden." Auch der ukrainische Generalstab teilte mit, Kostjantyniwka sei weiter unter der Kontrolle der eigenen Streitkräfte. Kostjantyniwka ist die südlichste von vier wichtigen Ortschaften, die eine Verteidigungslinie bilden. Diese ‌Linie ist für die Ukraine für die Abwehr russischer Angriffe in der ⁠Region Donezk wichtig. Experten zufolge würde ‌die Einnahme der Stadt den russischen Streitkräften eine Basis verschaffen, von ‌der aus sie nach Norden vorrücken könnten. Die russischen Streitkräfte berichten seit einiger Zeit, Teile von Kostjantyniwka zu kontrollieren. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.