Datum04.07.2026 13:43
Quellewww.zeit.de
TLDRMecklenburg-Vorpommern wirbt aktiv um Fachkräfte aus Usbekistan und Kirgisistan. Eine Delegation unter der Leitung von Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte zog eine positive Bilanz nach Gesprächen mit zentralasiatischen Regierungs- und Bildungseinrichtungen sowie Wirtschaftsvertretern. Kernziel ist die Erleichterung der Arbeitsmigration durch Sprachbildung und Vorbereitung im Herkunftsland, um faire Bedingungen nach deutschem Recht zu gewährleisten. Eine Absichtserklärung mit der usbekischen Arbeitsmigration-Agentur wurde unterzeichnet, um die Zusammenarbeit zu intensivieren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Arbeitsmarkt“. Lesen Sie jetzt „Mecklenburg-Vorpommern wirbt um Fachkräfte aus Zentralasien“. Nach ihrer Reise nach Usbekistan und Kirgisistan hat die Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern um Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte eine positive Bilanz gezogen. Hintergrund der Reise war, dass das Bundesland stärker um Arbeits- und Fachkräfte aus Zentralasien werben möchte. Ein Ergebnis sei die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit der Agentur für Arbeitsmigration der Republik Usbekistan, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Darin vereinbarten beide Seiten eine engere Zusammenarbeit bei beruflicher Ausbildung und Arbeitsmigration. "Es geht unter anderem um Sprachbildung im Herkunftsland, Vorbereitung auf Ausbildung und Arbeit in Deutschland sowie faire Bedingungen nach deutschem Recht", hieß es. Es wurden den Angaben zufolge eine Vielzahl von Gesprächen mit Regierungsstellen, Bildungseinrichtungen, Sprachschulen, Wirtschaftsvertretern und deutschen Institutionen geführt. "Unsere Unternehmen brauchen Arbeits- und Fachkräfte - auch aus dem Ausland. Dafür müssen wir auch international stärker werben", sagte Schulte. "Wichtig ist aber: Erwerbsmigration darf nicht erst am Flughafen beginnen. Junge Menschen müssen vorher wissen, was sie erwartet. Sie brauchen Sprachkenntnisse, Orientierung und faire Bedingungen nach deutschem Recht." Schulte kündigte an, die Kontakte nun gemeinsam mit Kammern, Verbänden, Arbeitsverwaltung und Unternehmen weiterzuverfolgen. Der nächste Schritt sei, feste Ansprechpartner zu benennen, geeignete Berufsfelder zu identifizieren und konkrete Wege in Ausbildung und Beschäftigung zu entwickeln. Zur Delegation gehörten auch Vertreter der IHK Neubrandenburg, der Bundesagentur für Arbeit, der Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern sowie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern. © dpa-infocom, dpa:260704-930-333422/1