Online-Gruppierung: Bombendrohungen: Zwei Verdächtige aus NRW

Datum25.11.2025 11:44

Quellewww.zeit.de

TLDRZwei Verdächtige aus Nordrhein-Westfalen, ein 20-Jähriger aus Dortmund und ein 16-Jähriger aus Herne, werden in Verbindung mit Hunderte von Bombendrohungen in Deutschland ermittelt. Durchsuchungen fanden auch in Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt statt. Die Täter, die Teil einer Online-Gruppe namens "Schweinetreff" sind, haben Drohmails verschickt, die Polizeieinsätze in öffentlichen Einrichtungen auslösten. Ziel der Gruppe war es, durch Drohungen öffentliche Ängste zu schüren und den Frieden zu stören.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Online-Gruppierung“. Lesen Sie jetzt „Bombendrohungen: Zwei Verdächtige aus NRW“. Gegen zwei Verdächtige aus Nordrhein-Westfalen wird wegen Hunderter bundesweiter Bombendrohungen ermittelt. Bei einem 20-jährigen Dortmunder und einem 16-Jährigen aus Herne sei am Morgen durchsucht worden, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums. Der 20-Jährige sei bereits polizeibekannt gewesen. Die Polizei unter Federführung des Bundeskriminalamts durchsuchte auch Wohnungen weiterer Verdächtiger in Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt. Die Ermittlungen richten sich gegen vier Beschuldigte, darunter zwei Jugendliche. Sie sollen Hunderte Drohmails verschickt haben, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mitteilten. Ihnen werde zur Last gelegt, "als Teil einer überregional agierenden Tätergruppierung für Hunderte Drohmails mit vorgetäuschten bundesweiten Bombendrohungen gegen Schulen, Hauptbahnhöfe, Einkaufszentren und andere städtische sowie öffentliche Einrichtungen verantwortlich zu sein". In Hunderten von Fällen seien Polizeieinsätze ausgelöst worden, hieß es. Laut den Angaben hatte sich die Gruppe rein virtuell zusammengeschlossen - und zwar unter einer geschlossenen Messenger-Gruppe namens "Schweinetreff". Ziel sei gewesen, "den öffentlichen Frieden unter Androhung von Straftaten zum Nachteil von Leib und Leben zu stören, größtmögliche Einsatzlagen auszulösen und größtmögliche Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen". Die Gruppe soll auch die Evakuierung des Einkaufszentrums am Limbecker Platz in Essen im Mai 2024 ausgelöst haben. © dpa-infocom, dpa:251125-930-337725/1