AfD-Parteitag: Chrupalla bleibt AfD-Co-Chef

Datum04.07.2026 13:27

Quellewww.zeit.de

TLDRTino Chrupalla wurde auf dem AfD-Parteitag in Erfurt mit 70 Prozent als Co-Chef bestätigt, ein leichter Rückgang im Vergleich zu früheren Wahlen. Er bekräftigte den Anspruch der AfD, regieren zu wollen, und bezeichnete die Partei als Volkspartei. Chrupalla ist seit 2019 im Amt und hat sich neben Alice Weidel, die als Kanzlerkandidatin für 2025 gehandelt wird, als dienstältester AfD-Chef etabliert.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „AfD-Parteitag“. Lesen Sie jetzt „Chrupalla bleibt AfD-Co-Chef“. Tino Chrupalla bleibt Co-Chef der AfD. Der Bundesparteitag in Erfurt bestätigte ihn mit 70 Prozent im Amt. Für den Sachsen ist das im Vergleich zur letzten Wahl vor zwei Jahren in Essen ein deutlicher Dämpfer, als er knapp 83 Prozent geholt hatte. 2022 gab es aber auch nur 53,4 Prozent Zustimmung für den heute 51-Jährigen. Chrupalla betonte in seiner Bewerbungsrede den Machtanspruch der AfD: "Wir wollen regieren", sagte er. Man sei zu einer Volkspartei gewachsen. Dass man Oppositionsarbeit beherrsche, habe man bewiesen. "Und wir werden regieren, zuerst in einem Land, dann im Bund", sagte Chrupalla. "Und man wird uns Steine in den Weg legen, wo es nur geht." Man müsse gut vorbereitet sein. Der Malermeister, einst gefördert von AfD-Mitgründer Alexander Gauland, steht seit November 2019 an der Spitze der AfD, zunächst an der Seite von Jörg Meuthen, der später die AfD verließ, weil diese ihm zu radikal wurde. Chrupalla ist damit inzwischen der dienstälteste Chef, den die AfD seit ihrer Gründung 2013 hatte. Vor wenigen Tagen hat er Meuthen bei der Amtszeit überholt. Seit Juni 2022 führt er die AfD gemeinsam mit Alice Weidel, die sich seitdem zur prominenten AfD-Führungsfigur entwickelt hat und im Bundestagswahlkampf 2025 sogar zur Kanzlerkandidatin ausgerufen worden war. © dpa-infocom, dpa:260704-930-333314/2