Datum04.07.2026 06:42
Quellewww.zeit.de
TLDRFlughafenbetreiber kritisieren seit Oktober 2025 erheblich verlängerte Wartezeiten an EU-Grenzen durch das neue Entry/Exit-System (EES). Reisende aus Nicht-Schengen-Ländern müssen nun biometrische Daten abgeben, was zu Wartezeiten von bis zu zwei Stunden führt. Das System soll Terrorismus und Kriminalität bekämpfen, aber der Flughafenverband ADV klagt über unzumutbare Zustände. Reisende aus dem Schengenraum sind nicht betroffen.
InhaltSeit Oktober 2025 gelten für die Einreise in die EU neue Kontrollen für Bürger aus Nicht-Schengen-Ländern. Laut Flughafenverband dauern die Abfertigungen viel zu lang. Der deutsche Flughafenverband ADV hat außergewöhnlich lange Wartezeiten bei Grenzkontrollen beklagt. Die Abfertigungszeiten für Reisende aus Drittstaaten seien mit Einführung des neuen europäischen Entry/Exit-System (EES) deutlich angestiegen, sagte die ADV-Präsidentin und Berliner Flughafenchefin Aletta von Massenbach der Nachrichtenagentur dpa. Es komme vielfach zu "unzumutbar langen Wartezeiten", die an einzelnen Standorten bereits bis zu zwei Stunden betragen hätten, sagte sie. Seit Oktober 2025 werden mit dem EES die Grenzkontrollen in Europa schrittweise modernisiert. Bürgerinnen und Bürger aus dem Nicht-Schengen-Raum müssen vor jedem Grenzübertritt biometrische Merkmale (Fingerabdruck, Foto) und Passdaten abgeben, was im Vorlauf über Selbstbedienungskioske laufen soll und länger dauert als das bisherige Verfahren. Das System soll der Terror- und Kriminalitätsabwehr dienen. Laut EU-Kommission wurden in den ersten Monaten seit der Einführung Tausende Einreisen verweigert und Hunderte Verdächtige identifiziert. Deutsche und weitere Reisende aus dem Schengenraum sind nicht betroffen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.