Neue Initiative: Paris und London wollen Straße von Hormus mit Oman absichern

Datum04.07.2026 01:25

Quellewww.zeit.de

TLDRFrankreich und Großbritannien arbeiten nach iranischer Ablehnung einer maritimen Mission mit dem Oman an der Sicherung der Straße von Hormus. Der Oman hat seine Kooperation zugesagt. Dies folgt auf einem Treffen mit Sultan Haitham bin Tarik. Frankreich passt seine Marinepräsenz an, während Minenräumkräfte vor Ort bleiben. Teheran lehnt externe Beteiligung ab und beansprucht die Verantwortung für Minenräumung. Der Vorstoß zielt auf die Absicherung der Küstenverkehrszone vor Oman, nachdem ein Handelsschiff dort angegriffen wurde.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neue Initiative“. Lesen Sie jetzt „Paris und London wollen Straße von Hormus mit Oman absichern“. Nach der iranischen Ablehnung einer internationalen Marinemission in der Straße von Hormus wollen Frankreich und Großbritannien mit dem Oman eine sichere Schifffahrt durch die Meerenge gewährleisten. "Das Sultanat Oman hat sich bereit erklärt, mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich zusammenzuarbeiten, um die Sicherheit der Schifffahrt in seinen Hoheitsgewässern zu gewährleisten", teilten Paris und London in einer gemeinsamen Erklärung am Abend mit. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einer "positiven Entwicklung" nach "konstruktiven Gesprächen" mit dem Sultan von Oman am Montag dieser Woche, weshalb Frankreich die Präsenz seiner Marine in der Region anpasse. Der Flugzeugträger "Charles de Gaulle" kehre in seinen Heimathafen in Toulon zurück, während die französischen Minenräumkräfte und ihre Eskorte weiterhin vor Ort bereitständen, um gemeinsam mit Partnern einzugreifen. Bereits nach dem Treffen mit dem Sultan hatte Macron von einer gemeinsamen Minenräumung mit dem Oman und internationalen Partnern in der Straße von Hormus gesprochen. Der Iran hatte eine internationale Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus danach entschieden zurückgewiesen und Paris "Provokationen" vorgeworfen. Laut dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, in dem die Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt ein zentraler Bestandteil ist, liege die Verantwortung für die Minenräumung dort allein bei dem Iran, hieß es aus Teheran. Während die Machthaber in Teheran die Durchfahrt durch die Straße von Hormus kontrollieren und dafür Gebühren erheben wollen, geht es den USA und weiteren Ländern um eine uneingeschränkte und gebührenfreie Durchfahrt. Irans Revolutionsgarden warnten, dass Durchfahrten nur auf von Teheran festgelegten Routen sicher seien. Ein Handelsschiff, das die Straße von Hormus unter Nutzung der Küstenverkehrszone vor Oman durchfuhr, wurde kürzlich angegriffen. Der neue französisch-britische Vorstoß unter Einbeziehung des Oman würde eine Absicherung dieser Küstenverkehrszone bedeuten. Eine Abkehr von der ursprünglich geplanten internationalen Marinemission, deren Umsetzung bislang nicht absehbar ist, sollen die gemeinsamen Planungen mit dem Oman nicht sein. "Frankreich und das Vereinigte Königreich sind ebenfalls bereit, eine umfassendere multinationale Militärmission zur Unterstützung der Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu entsenden", hieß es in der Erklärung weiter. © dpa-infocom, dpa:260703-930-331463/1