Datum03.07.2026 23:42
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Piusbruderschaft bezeichnet die Exkommunikation ihrer vier neu geweihten Bischöfe und zweier Weihbischöfe als "ungerecht und ungültig". Die traditionalistische Gruppe hatte die Bischofsweihen ohne päpstliches Mandat durchgeführt, was nach vatikanischem Recht als Ungehorsam gilt. Die Bruderschaft sieht darin eine Maßnahme zum "Heil der Seelen", während der Vatikan dies als Bruch mit der römisch-katholischen Kirche betrachtet.
InhaltDie traditionalistische Piusbruderschaft hat den Ausschluss aus der Kirche verurteilt. Zuvor hatten sie ohne päpstliches Mandat Bischofsweihen durchgeführt. Die Piusbruderschaft hat die jüngsten Exkommunikationen des Vatikans als "objektiv ungerecht und ungültig" zurückgewiesen. Die Bruderschaft werde die Sanktionen nicht mit Verbitterung oder Aufruhr aufnehmen, schrieb ihr Generaloberer, der italienische Priester Davide Pagliarani, an Papst Leo XIV. "Diese jüngsten Verurteilungen treffen, wie jene der Vergangenheit, das, was uns am teuersten ist: unsere Verbundenheit mit unserer Mutter, der römischen Kirche." Die vom Vatikan beanstandeten Bischofsweihen seien eine außergewöhnliche Initiative zum Heil der Seelen, sagte Pagliarani. Der Vatikan hatte zuvor sämtliche sechs Bischöfe der ultrakonservativen Piusbruderschaft exkommuniziert. Die vier am Vortag von der Bruderschaft ohne Zustimmung des Papstes geweihten Bischöfe sowie die beiden Weihbischöfe wurden aus der römisch-katholischen Kirche ausgeschlossen. Durch die Weihung der neuen Bischöfe hatte sich die traditionalistische Bruderschaft über eine ausdrückliche Warnung von Papst Leo XIV. hinweggesetzt. Für die römisch-katholische Kirche gilt die Weihe eines Bischofs ohne Zustimmung des Papstes als direkter Ungehorsam. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.