Datum03.07.2026 19:10
Quellewww.spiegel.de
TLDREin Autofahrer attackierte in Kaltenkirchen einen Feuerwehrmann, da er aufgrund eines medizinischen Notfalls blockierte Rettungswege nicht passieren konnte. Der Mann bedrängte und beleidigte die Einsatzkräfte, versuchte zu flüchten und gefährdete dabei weitere Personen. Die Polizei nahm den Verdächtigen in Gewahrsam. Innenministerin Finke zeigte sich fassungslos und verurteilte den Angriff scharf.
InhaltIm Kreis Segeberg hat die Polizei einen Mann in Gewahrsam genommen, der Einsatzkräfte gefährdet haben soll, weil er mit seinem Auto nicht durchgekommen sei. Schleswig-Holsteins Innenministerin sagt, sie sei "fassungslos". Ein Autofahrer hat in Schleswig-Holstein einen Feuerwehrmann im Einsatz angegriffen, offenbar weil ihn die Straßensperrung störte. Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke zeigte sich "fassungslos" angesichts des Vorfalls. "Einsatzkräfte, die einen Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation retten wollten, wurden angegriffen, weil man nicht schnell genug an einem Einsatzort vorbei kam", sagte die CDU-Politikerin. "Das ist verachtenswert und vor allem unentschuldbar." Der Verkehr auf der Straße in Kaltenkirchen im Kreis Segeberg wurde laut Feuerwehr für einen Rettungseinsatz in beide Richtungen gestoppt, weil es in einer Arztpraxis zu einem medizinischen Notfall gekommen war. Der Autofahrer wollte dennoch dort lang fahren. Er habe einen Helfer beschimpft und körperlich angegriffen, hieß es. Nach der Attacke habe der Mann versucht, wegzufahren und dabei weitere Einsatzkräfte gefährdet. Laut Feuerwehr mussten sie sich mit einem Sprung retten. Weitere Einsatzkräfte stoppten den Fahrer. Sie hielten ihn fest, bis die Polizei eintraf. Die Polizei nahm den Mann in Gewahrsam. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.