Datum03.07.2026 17:03
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Bundesregierung plant, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen und eine Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag einzuführen, was auf heftige Kritik von Ärzten stößt. Julian Nagelsmann tritt als Fußballbundestrainer zurück, nachdem die Nationalmannschaft früh aus der WM ausgeschieden war; Jürgen Klopp wird als Nachfolger gehandelt. Zudem will die Regierung den Zugang zu staatlichen Informationen einschränken, was Datenschutzbeauftragte und Journalisten kritisieren.
InhaltDie Bundesregierung will die Krankschreibung ab Tag eins, Ärzte warnen. Was kommt nun? Und: Fußballbundestrainer Julian Nagelsmann tritt nach WM-Aus zurück. Die Bundesregierung will die telefonische Krankschreibung abschaffen und fordert eine Attestpflicht vom ersten Tag. Wie genau Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich künftig krankmelden sollen, ist aber offenbar noch nicht klar: Bisher wenden sich Arbeitnehmer nach etwa drei Tagen an ihre Hausärzte und melden sich krank. Laut der Bundesregierung soll das künftig schon am ersten Krankheitstag passieren. Die Hausärzte kritisieren diese Entscheidung massiv. Sie erwarten einen enormen Ansturm auf ihre Praxen und viel Bürokratie. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte in der Sendung Maybrit Illner am Donnerstagabend: "Sie müssen nicht am ersten Tag in die Arztpraxis, sie müssen vom ersten Tag an eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben." Und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat eine pragmatische Lösung in Aussicht gestellt. Wie sieht die aus und was kommt auf die Hausärzte zu? Diese und weitere Fragen beantwortet Carla Neuhaus, Gesundheitsredakteurin der ZEIT. Die Bundesregierung möchte den Zugang zu staatlichen Informationen erschweren. Aus dem am Donnerstag vorgestellten Reformpapier geht unter anderem hervor, dass künftig nur noch Deutsche und EU-Bürger, die tatsächlich in Deutschland wohnen, Zugriff auf Informationen erhalten sollen. Die Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Louisa Specht-Riemenschneider, nennt das Vorhaben einen "Angriff auf die Pressefreiheit". Das bisherige Informationsfreiheitsgesetz hilft besonders Journalistinnen und Journalisten, Korruption oder Machtmissbrauch von staatlichen Akteuren nachzuvollziehen. Wie stark die Reform hier tatsächlich eingreift, weiß Lisa Hegemann, Leiterin des Digitalressorts der ZEIT. Fußballbundestrainer Julian Nagelsmann tritt zurück. Das hat der Deutsche Fußballbund (DFB) am Freitagnachmittag bekannt gegeben. Demnach hat Nagelsmann selbst darum gebeten, den Vertrag nach der gescheiterten Weltmeisterschaft aufzulösen. Der DFB bestätigte außerdem, dass er "das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen wird". Der ehemalige Dortmund- und Liverpool-Trainer wird als möglicher Nachfolger Nagelsmanns gehandelt. Die Nationalmannschaft war am vergangenen Dienstag überraschend früh aus der Fußball-WM in Nordamerika ausgeschieden. Direkt nach dem Scheitern hatte Nagelsmann einen Rücktritt noch ausgeschlossen. Im Podcast gibt ZEIT-Sportredakteur Oliver Fritsch seine Einschätzung zum Rücktritt. Außerdem im Update: Außenminister Johann Wadephul beendet seine Südamerikareise. Nach Besuchen in Paraguay, Argentinien und Brasilien geht es für ihn zurück nach Deutschland. Die Bundesregieurng arbeitet bereits seit längerer Zeit an engeren Verbindungen nach Südamerika, vor allem, um neue Märkte und Rohstoffe zu sichern. Aber: In Südamerika dreht sich die politische Stimmung Richtung rechts. Wieso Wadephul das politische auf seiner Reise ausklammert und so stark auf Wirtschaft gesetzt hat, weiß Alice Bota, Politikredakteurin der ZEIT. Und sonst so? Stuttgart baut ein mobiles Schwimmbad. Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.