Datum25.11.2025 10:50
Quellewww.zeit.de
TLDRNach bundesweiten Bombendrohungen gegen Schulen und Bahnhöfe hat die Polizei in mehreren Bundesländern Razzien durchgeführt. Vier Beschuldigte, darunter zwei Jugendliche, stehen im Verdacht, als Teil einer Online-Gruppe namens "Schweinetreff" Hunderte Drohmails verschickt zu haben. Die Drohungen sollten öffentliche Verunsicherung und umfangreiche Polizeieinsätze auslösen. Obwohl kein schädigendes Ereignis eintrat, verursachten die damit verbundenen Evakuierungen erheblichen Sachschaden und psychologische Belastungen, vor allem in Schulen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Online-Gruppierung“. Lesen Sie jetzt „Razzien nach Bombendrohungen gegen Schulen und Bahnhöfe“. Nach bundesweiten Bombendrohungen unter anderem gegen Schulen und Bahnhöfe hat die Polizei mehrere Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen vier Beschuldigte, darunter zwei Jugendliche. Sie sollen Hunderte Drohmails verschickt haben, wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) gemeinsam mitteilten. Ihnen werde zur Last gelegt, "als Teil einer überregional agierenden Tätergruppierung für Hunderte Drohmails mit vorgetäuschten bundesweiten Bombendrohungen gegen Schulen, Hauptbahnhöfe, Einkaufszentren und andere städtische sowie öffentliche Einrichtungen verantwortlich zu sein." In Hunderten von Fällen seien Polizeieinsätze ausgelöst worden, hieß es. Laut den Angaben hatte sich die Gruppe rein virtuell zusammengeschlossen - und zwar unter einer geschlossenen Messenger-Gruppe namens "Schweinetreff". Ziel sei gewesen, "den öffentlichen Frieden unter Androhung von Straftaten zum Nachteil von Leib und Leben zu stören, größtmögliche Einsatzlagen auszulösen und größtmögliche Verunsicherung in der Bevölkerung zu erzeugen". "Wenngleich infolge der Tathandlungen kein schädigendes Ereignis eingetreten ist, entstand durch die Evakuierungsmaßnahmen in Deutschland ein immenser Sachschaden im hohen fünfstelligen Bereich", hieß es. Zudem hätten besonders die Einsätze in Schulen psychologische Belastungen ausgelöst. © dpa-infocom, dpa:251125-930-337348/2