Datum03.07.2026 14:31
Quellewww.zeit.de
TLDRRund 300 Beschäftigte des Mercedes-Benz-Werks in Hamburg protestierten gegen Sparpläne des Unternehmens. Die IG Metall nannte die Verschiebung einer Sonderzahlung und Debatten über die Arbeitszeit (40 statt 35 Stunden) als Gründe. Ein Streik war wegen eines bestehenden Tarifvertrags nicht möglich. Die Produktion verlangsamte sich kurzzeitig, soll aber aufgeholt werden.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Gewerkschaften“. Lesen Sie jetzt „Proteste gegen Mercedes-Sparpläne am Werk in Hamburg“. Beschäftigte des Autobauers Mercedes-Benz haben in Hamburg wie an anderen Standorten gegen Sparpläne des Unternehmens protestiert. Nach Angaben der Industriegewerkschaft Metall Küste beteiligten sich rund 300 Beschäftigte an einem Protest am Hamburger Werk. Ein Gewerkschaftssprecher berichtete, es habe sich nicht um einen Streik gehandelt. Ein Streik sei nicht erlaubt gewesen, weil es einen bestehenden Tarifvertrag mit dem Unternehmen gebe. Ein Mercedes-Sprecher sagte, die Produktion im Hamburger Werk habe sich wegen der Aktion zeitweise verlangsamt. Der Rückstand könne aber schnell wieder aufgeholt werden. Laut Website arbeiten rund 1.900 Beschäftigte in dem 1935 gegründeten Werk im Bezirk Harburg. Im Juni ist bekanntgeworden, dass Mercedes-Benz eine tarifliche Sonderzahlung für einen Großteil der Beschäftigten auf das nächste Jahr verschoben hat. Tarifverträge sehen üblicherweise solche Ausnahmen vor. Außerdem wird bei dem Autobauer über die Arbeitszeit debattiert. Derzeit sind 35 Stunden in der Woche Standard. Nach Aussage von Aufsichtsratschef Martin Brudermüller sollten 40 Stunden in der Woche gearbeitet werden. © dpa-infocom, dpa:260703-930-329012/1