Datum03.07.2026 13:33
Quellewww.zeit.de
TLDREin Tagesvater aus dem Rems-Murr-Kreis wurde vom Landgericht Stuttgart wegen jahrelangen schweren sexuellen Missbrauchs von ihm anvertrauter Kinder zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, zuzüglich Sicherungsverwahrung. Der 53-Jährige gestand die ihm vorgeworfenen Taten, darunter sexuelle Handlungen an Kindern im Alter von 0-12 Jahren sowie das Erstellen und Teilen von Missbrauchsdarstellungen. Die Ermittlungen begannen aufgrund von Hinweisen aus einem Peer-to-Peer-Netzwerk. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozess in Stuttgart“. Lesen Sie jetzt „Tagesvater wegen Missbrauchs zu langer Haftstrafe verurteilt“. Weil er ihm anvertraute Kinder über Jahre vielfach schwer sexuell missbraucht haben soll, muss ein ehemaliger Tagesvater aus der Nähe von Stuttgart für viele Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Stuttgart verurteilte ihn zu neun Jahren und sechs Monaten Haft. Zudem ordnete das Gericht an, dass der Mann nach Verbüßung seiner Haftstrafe in Sicherungsverwahrung kommt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der 53 Jahre alte Mann aus dem Rems-Murr-Kreis hatte die Vorwürfe am ersten Prozesstag eingeräumt. "Alles, was mir vorgeworfen wird, stimmt", sagte der ehemalige Tagesvater. Das, was er den Kindern angetan habe, könne er nicht mehr gutmachen. Der Mann soll seit 2020 in zahlreichen Fällen sexuelle Handlungen an oder vor den von ihm betreuten Mädchen und Jungen vorgenommen haben. Auch soll er die Kinder aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an ihm zu vollziehen. Die Opfer des Mannes waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwischen 0 und 12 Jahre alt, aber überwiegend Kleinkinder. Auch soll der 53-Jährige Bilder und Videos, die Missbrauch von Kindern zeigen, erstellt, besessen und geteilt haben. Zudem soll er nichts unternommen haben, als sein Sohn die Kinder ebenfalls in mehreren Fällen missbrauchte. Insgesamt warf die Staatsanwaltschaft dem Mann 45 Fälle vor. Der Sohn wird gesondert verfolgt. Die Ermittlungen dauern einem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge weiter an. Die Ermittler waren dem Mann nach früheren Angaben mit Hilfe bayerischer Strafverfolgungsbehörden auf die Schliche gekommen – im Rahmen von Ermittlungen in einem sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerk, über das der Mann laut Anklage Missbrauchsdarstellungen von Kindern ausgetauscht haben soll. © dpa-infocom, dpa:260703-930-328495/1