SEK-Einsatz: Polizei hebt Sperrung nach Brandstiftung in Ingersheim auf

Datum03.07.2026 13:23

Quellewww.zeit.de

TLDRNach mutmaßlicher Brandstiftung in Ingersheim hat die Polizei die Absperrmaßnahmen aufgehoben, sodass Anwohner zurückkehren konnten. Ein 61-Jähriger soll nach einem Familienstreit einen Brandsatz geworfen haben, woraufhin der Dachstuhl des Hauses brannte. Er wurde unter Haftbefehl wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung festgenommen. In einer Garage wurden Ammoniak-Lösung und weitere Substanzen sichergestellt und untersucht. Das betroffene Wohnhaus bleibt beschlagnahmt und ist unbewohnbar.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „SEK-Einsatz“. Lesen Sie jetzt „Polizei hebt Sperrung nach Brandstiftung in Ingersheim auf“. Nach der mutmaßlich schweren Brandstiftung in einem Wohnhaus in Ingersheim (Landkreis Ludwigsburg) hat die Polizei die Absperrmaßnahmen aufgehoben. Manche Anwohner konnten damit am Donnerstagabend nach rund anderthalb Tagen zurück in ihre Wohnungen, wie die Polizei mitteilte. Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft des Brandobjekts hatte sie aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Einsatzmaßnahmen evakuiert. "Das betroffene Gebäude bleibt zunächst weiterhin als Tatort amtlich beschlagnahmt, da noch Maßnahmen der Kriminaltechnik des Polizeipräsidiums Ludwigsburg erforderlich sind", hieß es in der Mitteilung. Das Gebäude sei unbewohnbar, die Statik müsse fortwährend neu beurteilt werden. Infolge eines eskalierten Familienstreits soll ein 61-Jähriger am Mittwoch einen Brandsatz von einem Balkon auf eine 42 Jahre alte Verwandte und ihren Begleiter geworfen haben. Später stand der Dachstuhl des Hauses in Flammen.  Die Polizei konnte den Verdächtigen festnehmen, ein Spezialeinsatzkommando war auch vor Ort. Eine Richterin erließ gegen den Mann einen Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung. Am Donnerstag fanden die Ermittler in einer Garage mehrere Substanzen, die ein Team des Landeskriminalamts untersuchte. Eine zunächst unbekannte Flüssigkeit sei als Ammoniak-Lösung identifiziert worden, teilte die Polizei nun mit. Der Kanister werde fachgerecht entsorgt. "Weitere gefährliche Stoffe wurden bei einer Durchsuchung des Gebäudes nicht mehr aufgefunden." © dpa-infocom, dpa:260703-930-328435/1