Diskussion um "Brandmauer": Deutsche Bank zieht Konsequenzen nach AfD-Einladung

Datum25.11.2025 10:34

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Deutsche Bank hat beschlossen, dem Verband der Familienunternehmer keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung zu stellen, nachdem dieser zur AfD eingeladen hatte. Die Bank wusste zwar nicht von der Gästeliste, distanziert sich jedoch von der Zusammenarbeit. Der Familienunternehmerverband hatte zuvor eine Öffnung gegenüber der AfD signalisiert und plant, mit deren Fachpolitikern in Kontakt zu treten. Die Entscheidung der Bank verstärkt die Diskussion um den Umgang mit der AfD in der deutschen Wirtschaft.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Diskussion um "Brandmauer"“. Lesen Sie jetzt „Deutsche Bank zieht Konsequenzen nach AfD-Einladung“. Die Deutsche Bank verweigert dem Verband der Familienunternehmer wegen dessen Offenheit gegenüber der AfD eine weitere Nutzung ihrer Räumlichkeiten in Berlin. Man sei "übereingekommen, die Räumlichkeiten künftig dem Verband nicht mehr zur Verfügung zu stellen", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus informierten Kreisen. Zuvor hatten das "Handelsblatt" und andere Medien berichtet. Der Verband hatte zu seinem Parlamentarischen Abend in einer Niederlassung der Deutschen Bank nahe dem Brandenburger Tor im Oktober erstmals auch Vertreter der AfD eingeladen. Ein Sprecher des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt bestätigte, dass das Institut die Berliner Räumlichkeiten für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat. Die Bank habe "aber keine Kenntnis von der Gästeliste und auch keinen Einfluss darauf" gehabt. Im Atrium der Deutschen-Bank-Filiale Unter den Linden finden immer wieder interne und externe Veranstaltungen statt. Die Präsidentin des Familienunternehmerverbands, Marie-Christine Ostermann, hatte dem "Handelsblatt" gesagt, das "Kontaktverbot" zu AfD-Bundestagsabgeordneten sei mit dem jüngsten Parlamentarischen Abend Anfang Oktober aufgehoben worden. Bereits im Frühjahr sei im Verband beschlossen worden, "dass wir mit einzelnen AfD-Fachpolitikern ins Gespräch kommen", sagte Ostermann. Die Partei müsse inhaltlich gestellt werden. © dpa-infocom, dpa:251125-930-337385/1