Datum03.07.2026 12:18
Quellewww.zeit.de
TLDRRund 4.000 Mercedes-Benz-Beschäftigte in Bremen protestierten gegen Sparmaßnahmen, darunter die Verschiebung einer Sonderzahlung und eine Forderung nach mehr Arbeit für gleiches Geld. Der Konzern begründet dies mit sinkenden Gewinnen. Die IG Metall kritisiert die Maßnahmen als einseitig zulasten der Belegschaft. Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte sprach auf der Kundgebung. Weitere Proteste an anderen Standorten sind geplant.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Demo und Kundgebung“. Lesen Sie jetzt „Bremer Mercedes-Beschäftigte protestieren gegen Sparkurs“. Rund 4.000 Beschäftigte von Mercedes-Benz haben in Bremen gegen den Sparkurs des Autobauers protestiert. Die Demonstration und die anschließende Kundgebung seien friedlich verlaufen, bilanzierte eine Sprecherin der Polizei. Als Redner sprach Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD). Im Bremer Werk arbeiten rund 11.000 Menschen. Damit ist der Autobauer der größte private Arbeitgeber der Region. Weitere Aktionen waren in Sindelfingen, Stuttgart, Rastatt, Kuppenheim, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Germersheim geplant. Hintergrund der Proteste sind angekündigte Sparmaßnahmen: Der Stuttgarter Konzern verschiebt eine geplante Sonderzahlung auf das kommende Jahr. Zudem fordert der Vorstand, dass die Mitarbeiter künftig für das gleiche Geld mehr arbeiten sollen. Der Sparkurs ist aus Sicht des Autobauers nötig, weil der Gewinn eingebrochen ist. Die IG Metall kritisiert, dass sich die Maßnahmen einseitig gegen die Belegschaft richten würden. Die Mitarbeitenden sollen für die Krise in der Automobilbranche zahlen, kritisierte Dennis Stratmann vom Ortsvorstand der IG Metall Bremen. "Das lassen wir nicht zu." © dpa-infocom, dpa:260703-930-327939/1