Datum03.07.2026 12:09
Quellewww.spiegel.de
TLDREin 85-jähriger Deutscher ist in den USA gestorben, nachdem er im November in ICE-Gewahrsam genommen wurde. Er litt unter Demenz, Bluthochdruck und Magengeschwüren. Der Mann war im August 2025 bei einem Einreiseversuch an der US-Grenze aufgegriffen und später in eine Klinik gebracht worden. Nach Angaben von ICE wurden Angehörige und das deutsche Generalkonsulat informiert. Die Todesursache wird ermittelt.
InhaltDer Mann litt offenbar unter Demenz, Bluthochdruck und Magengeschwüren: Ein 85 Jahre alter Deutscher ist in einer Klinik im US-Bundesstaat Texas gestorben. Er war im August 2025 an der amerikanischen Grenze aufgegriffen worden. Ein Deutscher ist in Gewahrsam der Migrationsbehörde ICE gestorben. Der 85-Jährige sei im Ort Harlingen in Texas verstorben, wo er sich seit November in einer Klinik befand, wie ICE mitteilte. Dort sei er unter anderem wegen Demenz, Bluthochdruck, kognitiver Beeinträchtigungen und Magengeschwüren behandelt worden. Ein Arzt habe am 24. Juni seinen Tod festgestellt. Für die Ermittlung der Todesursache sei eine Obduktion angeordnet worden. Der Mitteilung zufolge hatte der Mann Ende August 2025 am Grenzübergang bei Laredo versucht, in die USA einzureisen, was ihm aufgrund fehlender gültiger Dokumente verweigert worden sei. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde CBP habe ein Verfahren eingeleitet und den Fall an ein Gericht des US-Justizministeriums verwiesen. Einen Tag später sei der Mann in ICE-Gewahrsam überstellt worden. Die Behörde habe ihn wiederum einen Monat später in einem Pflegeheim untergebracht. Laut ICE-Angaben wurde neben verschiedenen US-Behörden und dem deutschen Generalkonsulat auch Angehörige über den Tod des Mannes benachrichtigt. Harlingen und Laredo sind texanische Orte unmittelbar an der Grenze zum US-Nachbarland Mexiko.