Einnahmen während der Amtszeit: Trump verteidigt Millionengeschäfte seiner Familie – und seine Söhne

Datum03.07.2026 11:59

Quellewww.spiegel.de

TLDRUS-Präsident Trump verteidigt die millionenschweren Kryptogeschäfte seiner Familie, die ihm laut seiner Einkommenserklärung über eine Milliarde Dollar einbrachten. Er bestreitet Interessenkonflikte und erklärt, seine Söhne würden diese Geschäfte regeln. Trump räumt ein, dass seine Kinder sich zurückhalten sollten, da jede ihrer Handlungen als Interessenkonflikt gewertet werden könnte. Kritiker von den Demokraten bezeichnen seine Geschäfte als "schamlose Kryptokorruption" und fordern schärfere Regeln.

InhaltDer US-Präsident lässt auf die Finanzgeschäfte seiner Kinder nichts kommen, scharfe Kritik hin oder her. Er rät ihnen dennoch zur Zurückhaltung, denn sie hätten es ja nicht leicht. Allein im vergangenen Jahr kassierte Donald Trump mehr als eine Milliarde Dollar durch Kryptodeals, seither hagelt es Kritik. Nun hat der US-Präsident in einem Gespräch mit dem US-Sender CNBC  im Oval Office die millionenschweren Geschäftstätigkeiten seiner Familie verteidigt und erneut Interessenkonflikte mit seinem Regierungsamt abgestritten. An seinen Kryptogeschäften etwa sei nichts verboten, so Trump. Die Zahlen, die nun in der Öffentlichkeit für Empörung sorgen, gehen aus Trumps kürzlich veröffentlichter Einkommenserklärung hervor. Die Einnahmen bei den Kryptodeals wurden etwa durch die Beteiligung an einem Unternehmen im Besitz der Trump-Familie generiert. Zugleich hat seine Regierung seit seinem erneuten Amtsantritt den Handel mit Digitalwährungen erheblich vorangetrieben. Die Aktivitäten des Präsidenten im Bereich Kryptowährungen sind der Hauptgrund für sein enorm steigendes Privatvermögen. Er habe keine Kenntnis über seine eigenen Investitionen, sagte Trump CNBC. Seine Kinder, vor allem Sohn Eric, regelten seine Finanzangelegenheiten, und er rede nicht mit ihm darüber. Aber: "Es ist nichts Illegales daran, da ist nichts falsch damit. Ich könnte davon wissen." Seine Kinder hätten mit seiner US-Präsidentschaft auch kein leichtes Los, findet der 80-jährige Staatschef. Das Amt sei "so mächtig und so groß", dass praktisch fast jede Handlung seiner Kinder als Interessenkonflikt gewertet werden könnte. Grundsätzlich rate er seinen Kindern zu Zurückhaltung. "Aber sie haben auch ein Leben. Sie haben lange Geschäfte gemacht (…), bevor ich daran gedacht habe, für die Präsidentschaft zu kandidieren." Seit der Veröffentlichung der Zahlen setzt es heftige Kritik vonseiten der Demokraten. Senatorin Elizabeth Warren sprach von "schamloser Kryptokorruption" des Präsidenten und forderte schärfere Vorgaben, um diese Form der Bereicherung zu verhindern. Gavin Newsom, Gouverneur in Kalifornien, sagte: "Trump wird reicher. Seine Krypto-Unterstützer hingegen werden abgezockt." Und Tim Walz, demokratischer Gouverneur in Minnesota, fasste es so zusammen: "Der korrupteste Präsident in der Geschichte der USA." An diesem Wochenende feiern die USA die Unabhängigkeitserklärung vor 250 Jahren. Washington ist geschmückt, doch die Stimmung bleibt gedämpft. Der Historiker Jason Steinhauer erklärt hier , warum die Jubiläumsfeier hinter den Erwartungen bleibt und wie Trump sie politisch auflädt.