Staatsschutz ermittelt: Gewalt in Cottbus: Scheibe von Grünen-Büro zerstört

Datum03.07.2026 11:39

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Cottbus wurde die Scheibe der Grünen-Geschäftsstelle zerstört. Der Staatsschutz ermittelt wegen des Verdachts auf einen politisch motivierten Hintergrund. Dies geschah einen Tag nach einem mutmaßlichen Anschlag auf ein Wohnprojekt, bei dem Molotowcocktails geworfen wurden. Die Polizei vermutet rechtsextremistische Täter und ermittelt wegen versuchten Mordes. Zeugen werden befragt, ein Video ausgewertet und Brandspuren in der Nähe eines Clubs untersucht.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Staatsschutz ermittelt“. Lesen Sie jetzt „Gewalt in Cottbus: Scheibe von Grünen-Büro zerstört“. Einen Tag nach einem mutmaßlichen Anschlag auf ein Wohnprojekt in Cottbus haben die Grünen eine zerstörte Scheibe in ihrer Geschäftsstelle in der Stadt entdeckt. Ob ein Zusammenhang besteht, ist unklar. Unbekannte hätten auf bisher ungeklärte Weise in der Nacht zum Freitag eine Scheibe der Kreisgeschäftsstelle auf einer Fläche von zweimal einem Meter zerstört, sagte eine Polizeisprecherin. "Der Staatsschutz ist an den Ermittlungen beteiligt." Der Staatsschutz prüft grundsätzlich, ob ein politisch motivierter Hintergrund bei einer Tat vorliegt. In der Nacht zum Donnerstag waren Molotow-Cocktails auf das alternative Wohnprojekt "Zelle 79" in Cottbus geworfen worden. Staatsschutz und Mordkommission ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Tatverdächtig dafür sind laut Polizei zwei schwarz gekleidete Männer zwischen 15 und 20 Jahren. Eine Bewohnerin hatte sie gefilmt. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Derzeit werden nach Angaben der Polizei Zeugen befragt und ein Video wird ausgewertet. Flaschen mit brennbarer Flüssigkeit waren sichergestellt worden. Die Ermittler prüfen auch eine Brandstiftung in der Nähe des Hauses am alternativen Club "Chekov", wo eine Zaunlatte brannte. Dort wurden laut Polizei mehrere Sprayflaschen gefunden. © dpa-infocom, dpa:260703-930-327591/1