Datum03.07.2026 10:18
Quellewww.zeit.de
TLDRSachsens Regierung plant mit einem Rekordhaushalt von rund 53,5 Milliarden Euro für die kommenden zwei Jahre. Der Entwurf sieht höhere Ausgaben zur Modernisierung des Staates, insbesondere für Digitalisierung, vor. Zur Finanzierung sind begrenzte Kreditaufnahmen von bis zu 1,5 Milliarden Euro geplant. Gleichzeitig ist ein Stellenabbau vorgesehen, der jedoch altersbedingt ohne Jobverlust erfolgen soll.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Haushaltsentwurf“. Lesen Sie jetzt „Sachsens Regierung legt erneut Rekordhaushalt vor“. Die sächsische Regierung will in den beiden kommenden Jahren rund 53,5 Milliarden Euro ausgeben. "Der Gesamtetat ist damit so groß wie noch nie", teilte das Finanzministerium mit. Der Regierungsentwurf für den Doppelhaushalt sieht für das Jahr 2027 Ausgaben von 26,5 Milliarden Euro vor, im Jahr darauf sollen es 27 Milliarden Euro sein. Das Kabinett hatte den Entwurf beschlossen und an den Landtag weitergeleitet. Man versuche einen Spagat hinzubekommen zwischen dem, was für das Land wichtig ist, und der notwendigen Konsolidierung, sagte Finanzminister Christian Piwarz (CDU). "Das ist ein vernünftiger Haushaltsentwurf. Einerseits schlagen wir weiter den Weg der Konsolidierung ein. Andererseits finanzieren wir auch die Reformprojekte zur Staatsmodernisierung", so Piwarz (CDU). Gerade die Digitalisierung koste zunächst einmal Geld, bevor sie Kosten einspare. "Zudem investieren wir mehr Geld in die Zukunftsfähigkeit des Freistaates. Das erklärt teilweise auch den Aufwuchs gegenüber dem laufenden Haushalt." Im aktuellen Doppelhaushalt betragen die Ausgaben gut 50 Milliarden Euro. Um den Haushalt zu finanzieren, will die Regierung Schulen aufnehmen. Die zeitlich begrenzte Kreditaufnahme habe eine Höhe von insgesamt knapp 1,5 Milliarden Euro. Nach den Worten von Piwarz soll das kein Dauerzustand sein. Mit dem Haushaltsentwurf nimmt der geplante Stellenabbau an Fahrt auf, hieß es. So sollen in den beiden kommenden Haushaltsjahren insgesamt 523 Stellen wegfallen. Bis 2040 sollen es 8.721 Stellen weniger sein. Der Stellenabbau erfolgt ohne Jobverlust, da bis 2038 rund 37.000 Beschäftigte des Freistaates Sachsen altersbedingt aus dem Dienst scheiden. © dpa-infocom, dpa:260703-930-327028/1