Datum03.07.2026 06:40
Quellewww.spiegel.de
TLDRNew York leidet unter einer Hitzewelle mit Temperaturen, die im Central Park seit 14 Jahren nicht mehr so hoch waren (38°C gefühlt 41°C). Über 100 Millionen Menschen sind betroffen. Bibliotheken dienen als Kühlzentren. Die extremeHitze fällt mit US-Jubiläumsfeiern, der Fußball-WM und einem Anstieg hitzebedingter Todesfälle zusammen. Die Stadt warnt vor lebensbedrohlicher Hitze.
InhaltGefühlte Temperaturen von mehr als 40 Grad: Vor den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA ächzen die Menschen in New York unter der Hitze. Die Behörden öffnen sogar Bibliotheken als Abkühlzentren. Eine Hitzewelle hat Teile der USA erfasst. Die Temperaturen im New Yorker Central Park sind erstmals seit 14 Jahren auf 100 Grad Fahrenheit – etwa 38 Grad Celsius – geklettert. Der Wert sei am Mittag gemessen worden, teilte der Nationale Wetterdienst mit. Die gefühlte Temperatur habe etwa 41 Grad Celsius betragen. Auch am Freitag und Samstag wird mit extremen Temperaturen bis zu 40 Grad im Zentrum und Osten der USA gerechnet. Experten zufolge leben in den von der Hitzewelle betroffenen Landesteilen mehr als 100 Millionen Menschen. Die extreme Hitze fällt mit den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA und der Fußballweltmeisterschaft zusammen. "Uns erwartet möglicherweise der zweitheißeste Tag in der Geschichte von New York City seit mehr als einem Jahrzehnt", sagte Bürgermeister Zohran Mamdani. Er warnte vor einer "lebensbedrohlichen Hitze". In New York wurden Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen zu Abkühlräumen erklärt. Im Freien sollen Sprühventilatoren vor der Hitze schützen und gesonderte Kühlstationen Abhilfe für all jene schaffen, die draußen arbeiten müssen. Wer Erfrischung an den Atlantikstränden New Yorks suchte, wurde von den Behörden zur Vorsicht aufgerufen. Strände im Süden der Stadt wurden am Donnerstag geschlossen, nachdem Haie im Wasser gesichtet worden waren. Das Umweltministerium des Bundesstaates New York hatte bereits vergangene Woche auf die jährliche Sommerwanderung der Haie hingewiesen und empfohlen, nicht allein ins Wasser zu gehen. Laut der Stadtverwaltung starben im vergangenen Jahr 19 Menschen in New York City infolge einer "Rekordhitze" im Juni. Im Zeitraum von 2016 bis 2025 wurden im Schnitt sieben Todesfälle pro Jahr durch Hitzestress, also unmittelbar durch Hitze, verursacht. Von 2014 bis 2023 gab es zudem pro Jahr durchschnittlich etwa 490 indirekt durch Hitze verursachte Todesfälle, bei denen die extreme Wärme eine Vorerkrankung verschlimmerte. Diese hitzebedingten Todesfälle machen laut Schätzungen etwa drei Prozent aller Todesfälle in den warmen Monaten von Mai bis September aus.