Datum03.07.2026 05:57
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Reformpaket der Bundesregierung lockert Arbeitsmarktregeln, darunter die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und erleichterte Befristungen. Gewerkschaften reagieren gemischt. Historisch wird die wachsende Zustimmung der NSDAP, insbesondere in ländlichen Gebieten der Weimarer Republik, thematisiert und mit der heutigen politischen Landschaft verglichen.
InhaltMehr Befristung, weniger Krankschreibung: Das Reformpaket der Bundesregierung erwartet von Arbeitnehmern einiges. Profitieren sie auch? Und: Wo die NSDAP erfolgreich war. Das neue Reformpaket der Bundesregierung hält für Arbeitnehmer einige Veränderungen bereit: Die telefonische Krankschreibung wird abgeschafft, Unternehmen können einfacher und länger Verträge befristen und Arbeitnehmer mit höheren Einkommen leichter kündigen. Die Koalition aus Union und SPD will damit vor allem die Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Bei den Gewerkschaften ist die Resonanz aber eher gemischt. Während die IG Metall von einem "Angriff auf die Beschäftigtenrechte" spricht, erkennt der Deutsche Gewerkschaftsbund in dem Reformpaket "richtige Signale" für Beschäftigung, Wirtschaftswachstum und Entlastungen. Was bedeuten die Einschnitte für die Arbeitnehmer? Und wo profitieren sie von den Reformen? Diese und weitere Fragen beantwortet Hannah Scherkamp aus dem Arbeitsressort der ZEIT. Die Weimarer Republik gilt bis heute als abschreckendes Beispiel für politische Instabilität. Mit 14 Wahlen, die manchmal nur wenige Monate nacheinander stattfanden, und erstarkenden politischen Rändern ging die Republik langsam dem Ende entgegen. Die politische Mitte verlor kontinuierlich an Zustimmung, und die NSDAP wuchs. Besonders in den ländlichen Regionen hatte die faschistische Partei früh Erfolg, später übernahm sie auch SPD-Hochburgen. Wo genau die NSDAP die Wahlen gewonnen hat, können Leserinnen und Leser in einer neuen interaktiven Karte der ZEIT entdecken. Christian Staas, Leiter des Geschichtsressorts der ZEIT, hat an der Karte mitgearbeitet und spricht im Podcast über den Erfolg der NSDAP und ob heute in Deutschland ähnliche Gefahren drohen. Und sonst so? Taylor Swift heiratet (vielleicht) im Madison Square Garden. Moderation und Produktion: Hannah Grünewald Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Christian Vooren und Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.