Datum03.07.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDREin mutmaßlicher Anlagebetrüger gesteht über 580.000 Euro ergaunert zu haben, indem er 70 Anleger mit falschen Versprechungen über Investitionen in eine Wald-Genossenschaft köderte. Er lebte von dem Geld luxuriös und flüchtete nach Italien. Nach über zwei Jahren Flucht wurde er gefasst und befindet sich in Haft. Eine Urteilsverkündung wird erwartet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Betrug“. Lesen Sie jetzt „Anlagebetrug mit Wald-Genossenschaft: Urteil erwartet“. Im Prozess um einen lange von den deutschen Behörden gesuchten mutmaßlichen Anlagebetrüger wird am Freitag (9.00 Uhr) die Urteilsverkündung erwartet. Der 52-Jährige hatte im Frankfurter Landgericht die Taten, bei denen er innerhalb weniger Monate mehr als 580.000 Euro erbeutet haben soll, gestanden. Von dem Geld habe er auf großem Fuß gelebt und unter anderem teure Autos sowie Uhren gekauft. Die Staatsanwaltschaft wirft dem mehrfach vorbestraften Mann gewerbsmäßigen Betrug vor. Von März bis Juli 2022 soll er mit Hilfe von Finanzvermittlern 70 Anleger in Deutschland gefunden haben. Sie sollen geglaubt haben, nachhaltig in eine Genossenschaft namens "Baum Arche" und damit in ein Waldgebiet im Landkreis Havelland zu investieren, der Angeklagte soll ihnen eine hohe Rendite versprochen haben. Ende Juli 2022 flüchtete er vor den Ermittlungsbehörden nach Italien, rund zwei Jahre später konnte er festgenommen werden. Seitdem sitzt er im Gefängnis. Zuletzt hatte das Frankfurter Landgericht ihn im Frühjahr 2025 unter anderem wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt. © dpa-infocom, dpa:260703-930-325571/1