Waldbrände in Südfrankreich: Tausende müssen Häuser in Südfrankreich wegen Bränden verlassen

Datum03.07.2026 03:34

Quellewww.zeit.de

TLDRSchwere Waldbrände wüten in Südfrankreich und zwingen Tausende zur Evakuierung. In den Départements Aude und Hérault waren hunderte Einsatzkräfte gegen ein Großfeuer im Einsatz. Nahe Narbonne mussten fast 3.000 Menschen ihre Unterkünfte, darunter Campingplätze, verlassen. Starker Wind facht die Flammen an und erschwert die Löscharbeiten. Seit Sommerbeginn brachen landesweit bereits fast 7.000 Brände aus und verheerten rund 8.700 Hektar. Es wird keine schnellen Niederschläge erwartet, was die Brandgefahr weiter erhöht.

InhaltSeit dem Sommerbeginn sind in Frankreich nach Regierungsangaben fast 7.000 Brände ausgebrochen. Bei Narbonne wurde ein Campingplatz geräumt, auch bei Marseille brennt es. Die schweren Waldbrände in Südfrankreich breiten sich weiter aus. Das größte Feuer wütete in den Départements Aude und Hérault, wo bis zu 800 Feuerwehrleute und 150 Fahrzeuge im Einsatz waren. Weitere Brände loderten im benachbarten Raum Marseille. Zwei davon brachten die Löschkräfte unter Kontrolle, ohne die Flammen jedoch vollständig ersticken zu können. Nach dem Ausbruch eines neuen Feuers im südlich von Narbonne gelegenen Sainte-Marie-la-Mer mussten fast 3.000 Menschen ihre Häuser und Unterkünfte verlassen, wie die Feuerwehr mitteilte. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen wurde von Campingplätzen geholt, wo Wohnmobile und Bungalows durch die Flammen zerstört wurden. "Das Feuer breitete sich angetrieben von starkem Wind rasend schnell aus", sagte Bürgermeister Edmond Jorda der Nachrichtenagentur AFP. Es brenne weiterhin. Mindestens zwei Feuerwehrleute haben sich demnach bei em Einsatz leicht verletzt. Bereits am Vortag mussten 200 Menschen Häuser in der Nähe von Narbonne verlassen. Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu sagte, seit Beginn des Sommers seien landesweit fast 7.000 Brände ausgebrochen. Rund 8.700 Hektar Fläche seien bereits verbrannt. "Die Lage ist ziemlich angespannt", sagte der Minister. Meteorologen rechnen für die kommenden Tage nicht mit Niederschlägen, die die nach Hitzewellen im Mai und Juni ausgetrocknete Vegetation resistenter gegen Flammen machen könnten. Zudem begünstigten heftige Winde die Ausbreitung des Feuers.