Hitzewelle in den USA: Mehr als 100 Millionen Menschen von extremer Hitze in USA betroffen

Datum03.07.2026 02:44

Quellewww.zeit.de

TLDRÜber 100 Millionen US-Bürger sind von einer extremen Hitzewelle betroffen, die Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius erreicht. Diese extreme Hitze fällt mit den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA zusammen. New York hat öffentliche Gebäude als Kühlzentren geöffnet und die Öffnungszeiten von Schwimmbädern verlängert. Wissenschaftler warnen vor den Auswirkungen des Klimawandels, während Präsident Trump diese Erkenntnisse ablehnt.

InhaltKurz vor den Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA erreichen die Temperaturen im Zentrum und Osten bis zu 40 Grad. New York öffnet öffentliche Gebäude als Kühlzentren. Kurz vor den Feiern zum 250-jährigen Bestehen der Vereinigten Staaten hat eine Hitzewelle Teile der USA erfasst. In der Landesmitte und in Ostküsten-Metropolen wie New York und Philadelphia erwarteten Meteorologen ab Donnerstag Temperaturen von über 100 Grad Fahrenheit (38 Grad Celsius). Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes (NWS) dürfte die gefühlte Temperatur durch die hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 46 Grad Celsius erreichen. Experten zufolge leben in den von der Hitzewelle betroffenen Landesteilen mehr als 100 Millionen Menschen. Der Wetterdienst warnte vor "ungewöhnlich starker Hitze" mit nahezu keiner nächtlichen Abkühlung. Dies betreffe besonders Menschen, die keine Klimaanlagen hätten und nicht ausreichend trinken könnten. Nach US-Zensusangaben haben zwar durchschnittlich neun von zehn Haushalten eine Klimaanlage, doch diese sind mit hohem Stromverbrauch und entsprechenden Kosten verbunden. In vielen ärmeren Gemeinden fehlt daher diese Möglichkeit zur Abkühlung. In Städten wie New York und Chicago könnten die Klimaanlagen zudem das Stromnetz überlasten. Im New Yorker Central Park stiegen die Temperaturen bereits am Donnerstagmittag erstmals seit 14 Jahren auf 100 Grad Fahrenheit. Die Stadtverwaltung in New York hat Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen zu Abkühlräumen erklärt und damit Hunderte Gebäude als Kühlzentren ausgewiesen. Zudem verlängerte sie die Öffnungszeiten der öffentlichen Schwimmbäder und entsandte Freiwillige, um gefährdete Bewohner zu besuchen. Im Freien sollen Sprühventilatoren vor der Hitze schützen und gesonderte Kühlstationen Abhilfe für all jene schaffen, die draußen arbeiten müssen. Die extreme Hitze fällt mit den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA und der Fußballweltmeisterschaft zusammen. Im kanadischen Toronto sagten die Behörden wegen der Hitze eine Public-Viewing-Veranstaltung ab. US-Präsident Donald Trump hat für Samstag eine Rede im Freien in Washington, D. C. angekündigt. Am Vorabend will Trump eine Ansprache am Nationaldenkmal Mount Rushmore im Bundesstaat South Dakota halten. Die USA verzeichneten in diesem Jahr bereits mehrere Hitzewellen. Die erste erfasste ungewöhnlich früh Mitte März südliche Bundesstaaten wie Kalifornien, Nevada und Arizona und betraf rund 40 Millionen Menschen. Wissenschaftler bringen die ungewöhnlich hohen Temperaturen in Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel. Trump bezeichnet die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel hingegen als den "größten Betrug aller Zeiten".