Datum02.07.2026 21:46
Quellewww.spiegel.de
TLDRDer ehemalige Olympiakanute David Hearn wurde wegen Sachbeschädigung am Reflecting Pool in Washington angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, die neue Auskleidung des Pools beschädigt zu haben. Hearn behauptet, er sei nur neugierig gewesen. Der Pool war kürzlich für 14,2 Millionen Dollar renoviert worden, doch das Wasser veralgt. Kritik richtet sich gegen die Trump-Regierung wegen angeblich unsachgemäßer Ausführung und fehlender Ausschreibung. Hearn drohen bei Verurteilung zehn Jahre Haft.
InhaltDer Reflecting Pool in Washington sollte nach großer Renovierung blau statt grün erstrahlen. Daraus wurde nichts, das Wasser ist voller Algen. Trump wälzt die Schuld auf andere ab, nun droht die Härte des Gesetzes. Ein ehemaliger US-Olympia-Kanufahrer wurde wegen Sachbeschädigung an einem Prestigeprojekt von Donald Trump angeklagt. Er soll den frisch renovierten Reflecting Pool am Lincoln Memorial in Washington mutwillig beschädigt haben. In der Anklageschrift wird David Hearn vorgeworfen, am 19. Juni "in böswilliger Absicht" das Auskleidungsmaterial am Grund des Reflecting Pools beschädigt oder zerstört zu haben. Nach seiner Festnahme wiesen Hearns Anwälte laut der Nachrichtenagentur Reuters die Vorwürfe zurück und warfen der Regierung von Präsident Donald Trump vor, normales Verhalten als Straftat zu behandeln. Wie der Sender CNN berichtet , wird Hearn laut Anklageschrift die Zerstörung von Eigentum im Wert von über 1000 US-Dollar vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft. Der ehemalige olympische Kanurennfahrer hatte nach einer Radtour an dem Pool angehalten, wie er der Nachrichtenagentur AP sagte. Er habe in das Becken gegriffen, weil er die sich ablösende neue Beschichtung habe fühlen wollen. "Ich bin ein neugieriger Bürger." Er sei fast fünf Stunden lang festgehalten worden, bevor er wieder freigekommen sei. Der Vorfall ereignete sich wenige Tage, nachdem Arbeiter ein von Trump angeordnetes Projekt abgeschlossen hatten. Dabei wurde rechtzeitig zu den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit am 4. Juli eine neue Auskleidung verlegt, die Trump als "amerikanisch-flaggenblau" bezeichnete. Im April ließ er das Becken trockenlegen und den Boden blau streichen. Rund 14,2 Millionen US-Dollar soll das gekostet haben, etwa 12,4 Millionen Euro. Doch kurz nach der Sanierung war der Pool wieder grün. Kritiker gehen davon aus, dass bei der Sanierung nicht fachgerecht gearbeitet wurde. Sie werfen Trump außerdem vor, den Auftrag ohne Ausschreibung vergeben zu haben. Warum Trump die Algen in seinem Vorzeigepool nicht unter Kontrolle bekommt, lesen Sie hier .