Datum02.07.2026 21:14
Quellewww.zeit.de
TLDRNach mutmaßlichen Brandanschlägen aus dem rechtsextremen Spektrum auf das Wohnprojekt "Zelle 79" in Cottbus forderten rund 100 Menschen bei einer Mahnwache klare Kante gegen rechte Gewalt. Staatsschutz und Mordkommission ermitteln wegen versuchten Mordes und Brandstiftung. Zwei junge Männer, möglicherweise mit rechten Symbolen, sind tatverdächtig. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke verurteilte die Taten scharf.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Mutmaßlicher Rechtsextremismus“. Lesen Sie jetzt „Mahnwache nach mutmaßlich rechten Angriffen in Cottbus“. Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das alternative Wohnprojekt "Zelle 79" in Cottbus hat sich eine Mahnwache vor dem Haus deutlich gegen Rechtsextremismus positioniert. Rund 100 Menschen sind dem Aufruf der Initiative "Sichere Orte Südbrandenburg" gefolgt. In der Nacht hatten zwei Männer Molotow-Cocktails auf das Wohnprojekt geworfen. Staatsschutz und Mordkommission ermitteln wegen des Verdachts des versuchten Mordes. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter aus dem rechtsextremistischen Spektrum stammen. Die Ermittler prüfen auch eine versuchte Brandstiftung, weil ganz in der Nähe des Hauses eine Zaunlatte am Club "Chekov" brannte. Zwei schwarz gekleidete Männer zwischen 15 und 20 Jahren sind nach Angaben der Polizei tatverdächtig. Einer soll eine Tätowierung am linken Unterarm und eine schwarz-weiß-rote Sturmhaube getragen haben - die Farben des Deutschen Reichs. Eine Bewohnerin der "Zelle 79" hatte einen Knall gehört und die Männer dann gefilmt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kündigte weiter eine "klare Kante gegen rechte Gewalt" an. "Die jüngsten Ereignisse in Cottbus machen mich fassungslos und entsetzt", erklärte der SPD-Politiker. "Solche Taten müssen mit aller Härte bestraft werden." © dpa-infocom, dpa:260702-930-325159/1