Datum02.07.2026 17:40
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Bundesregierung will mit einem großen Reformpaket die Wirtschaft ankurbeln. Geplant sind unter anderem leichte Einkommenssteuersenkungen, Änderungen bei der Befristung von Arbeitsverträgen und die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung. Kritik kommt von Grünen und AfD. Der Artikel erwähnt auch das THW im Einsatz nach Erdbeben in Venezuela und massive russische Angriffe auf die Ukraine.
InhaltSPD und Union einigen sich auf ein großes Reformpaket. Was taugt es? Und: Was das THW nach dem Erdbeben in Venezuela erlebt Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hat sich auf ein umfassendes Reformpaket geeinigt. Es betrifft unter anderem Rente, Steuerpolitik, den Arbeitsmarkt und den Bürokratieabbau. Mit 34 Punkten will die Koalition unter anderem die deutsche Wirtschaft in Schwung bringen und dem eigenen Anspruch als Reformkoalition gerecht werden. Konkret soll etwa die Einkommenssteuer leicht gesenkt werden, eine befristete Anstellung soll ohne Angabe von Gründen möglich sein und die telefonische Krankschreibung soll abgeschafft werden. Außerdem soll die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verboten werden und Unternehmen sollen weniger dokumentieren müssen. Der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak spricht von einem "Misstrauensvotum gegen die Bürger" und die AfD von einer "herben Enttäuschung". Ist die Reform vergleichbar mit der Agenda 2010? Und wird sie die gewünschten Effekte bringen? Diese und weitere Fragen zum Reformpaket beantwortet Mark Schieritz, stellvertretender Chef des Politikressorts der ZEIT. Nach den Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nochmals gestiegen. Insgesamt sind bisher rund 2.300 Menschen tot aus den Trümmern geborgen worden. Zehntausende werden noch vermisst. Die zwei Beben hatten das südamerikanische Land am vergangenen Mittwoch erschüttert, Gebäude zum Einsturz gebracht und tausende Menschen verschüttet. Auch das deutsche THW ist vor Ort und unterstützt die Rettungsarbeiten. Darüber berichtet Kai Pietsch. Er koordiniert für das THW den Einsatz in Venezuela. Russland hat die Ukraine in der Nacht auf Donnerstag mit massiven Angriffen überzogen. Nach Angaben des ukrainischen Militärs griffen etwa 500 Kampfdrohnen sowie mehrere Raketen und Marschflugkörper ukrainische Städte und Wohngebiete an. In der Hauptstadt Kyjiw wurden 18 Menschen getötet und 90 weitere verletzt, darunter zwei Kinder und ein Sanitäter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte noch am Mittwoch vor einem russischen "Großangriff" gewarnt. Und sonst so? Die ZEIT bietet zum dritten Mal ein Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Mounia Meiborg Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.