Energie und Klima: Mit der Wärme aus dem Fluss Wohnungen heizen

Datum02.07.2026 15:53

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Gießen wurde Hessens erste großtechnische Anlage zur Flusswärmenutzung in Betrieb genommen. Die "PowerLahn"-Zentrale entzieht der Lahn mithilfe von Wärmepumpen Umweltwärme und speist sie ins Fernwärmenetz ein. Jährlich können so bis zu 29 GWh klimafreundliche Wärme für rund 3.900 Haushalte erzeugt werden. Das Projekt gilt als Meilenstein für die Wärmewende in Hessen. Das Land plant, Genehmigungsverfahren zu vereinfachen, um weitere Anlagen dieser Art zu ermöglichen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energie und Klima“. Lesen Sie jetzt „Mit der Wärme aus dem Fluss Wohnungen heizen“. In der Lahn bei Gießen ist die erste großtechnische Anlage zur Nutzung von Flusswärme in Hessen offiziell in Betrieb gegangen. Ihr Herzstück sind drei Großwärmepumpen, die der Lahn nach Angaben des Wirtschaftsministeriums Umweltwärme entziehen und in das Fernwärmenetz einspeisen. Dadurch könnten jährlich bis zu 29 Gigawattstunden klimafreundliche Wärme erzeugt und rund 3.900 Haushalte versorgt werden. "Dieses Projekt ist ein Leuchtturm für Hessen und eine Blaupause für viele weitere Standorte im Land", sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD). Die Inbetriebnahme der Anlage markiere einen wichtigen Schritt für die Wärmewende in Hessen. Neben der technischen Innovation hätten auch neue genehmigungsrechtliche Fragestellungen gelöst werden müssen.  Die neue "PowerLahn"- Energiezentrale der Stadtwerke Gießen verbindet den Angaben zufolge drei Großwärmepumpen, zwei Blockheizkraftwerke, eine sogenannte Power-to-Heat-Anlage, die elektrischen Strom in nutzbare Wärme umwandelt, sowie eine Photovoltaikanlage zur Eigenversorgung der Wärmepumpen. Das Land arbeite gemeinsam mit den zuständigen Fachbehörden an einer hessenweiten Leitlinie für derartige Anlagen. "Wir wollen mehr Projekte wie dieses ermöglichen", betonte Mansoori. "Dafür braucht es innovative Unternehmen, engagierte Kommunen und Genehmigungsverfahren, die ambitionierten Klimaschutz und praktikable Lösungen zusammenbringen." © dpa-infocom, dpa:260702-930-323672/1