Datum25.11.2025 08:53
Quellewww.zeit.de
TLDRDie IG Metall-Chefin Christiane Benner fordert von Unternehmen ein Bekenntnis zum Standort Deutschland und betont die Notwendigkeit, in die Zukunft zu investieren. Trotz herausfordernder Zeiten seit der Corona-Pandemie sieht sie Chancen in Branchen wie Luftfahrt und Medizintechnik. Benner kritisiert zudem die Debatte über längere Arbeitszeiten und bezeichnet diese als schädlich für die Beschäftigten, die um ihre Zukunft bangen. Ihr Appell richtet sich an Arbeitgeber und Politik, optimistischer zu handeln und die Stärken des Standorts hervorzuheben.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Wirtschaftspolitik“. Lesen Sie jetzt „IG Metall: Unternehmen müssen sich zu Deutschland bekennen“. Die Chefin der Gewerkschaft IG Metall hat von Unternehmen ein Bekenntnis zum Standort Deutschland gefordert. "Wir hatten sehr goldene Jahre, seit Corona ist es schwieriger geworden. Aber wir können Technik, wir sollten in die Zukunft investieren", sagte Christiane Benner im RBB-Inforadio. "Die Politik versucht dort gerade, einige Weichen zu stellen. Deshalb erwarten wir von den Unternehmen, anzupacken und hierzubleiben." Es sei wichtig, die Stärken und Chancen des Standorts zu betonen. Das Land habe tolle Beschäftigte. "Ich finde, dieser Optimismus, dieser Aufbruch, das würde ich mir viel stärker in der Wirtschaft wünschen, da sehe ich im Moment ganz oft hängende Köpfe", sagte Benner. Zu den Branchen, denen es derzeit sehr gut gehe, zählte sie die Luftfahrt, die Rüstungsindustrie und die Medizintechnik. Zudem forderte Benner ein Ende der Debatte über längere Arbeitszeiten oder vermeintlich faule Beschäftigte. "Was wir erwarten ist, dass Arbeitgeber und Politik die ganze Debatte darüber, dass Menschen länger arbeiten müssen, dass Menschen zu krank sind, zu faul sind, dass das beendet wird, denn die Beschäftigten bangen in Teilen wirklich auch um ihre Zukunft", sagte Benner. "Wir lassen es als IG Metall nicht zu, dass diese Menschen beschimpft werden. Das sind Debatten, die bringen uns nicht weiter." © dpa-infocom, dpa:251125-930-337066/1