Bürgerkrieg: Amnesty International wirft RSF-Miliz im Sudan Kriegsverbrechen vor

Datum25.11.2025 08:33

Quellewww.zeit.de

TLDRAmnesty International hat der sudanesischen RSF-Miliz in Al-Faschir Kriegsverbrechen vorgeworfen, darunter Hinrichtungen unbewaffneter Männer und sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Die Organisation beruft sich auf Aussagen von 28 Überlebenden, die von einem "Massaker" berichten. Amnesty fordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, und beschuldigt die Vereinigten Arabischen Emirate, die Miliz unterstützt zu haben. Der brutale Angriff auf Zivilisten könne auch andere internationale Verbrechen darstellen, warnte die Menschenrechtsorganisation.

InhaltAugenzeugen berichteten von Hinrichtungen und sexualisierter Gewalt: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International spricht von Kriegsverbrechen in Al-Faschir. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Berichte aus der Stadt Al-Faschir in der Region Darfur im Sudan zusammengetragen und der sudanesischen RSF-Miliz Kriegsverbrechen vorgeworfen. Diese "Gewalt gegen Zivilisten" stellten "Kriegsverbrechen" dar, sagte Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard. Es könne sich auch um andere Verbrechen nach internationalem Recht handeln. "Alle Verantwortlichen müssen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden", forderte sie. Überlebende berichteten der Organisation demnach, dass Kämpfer der RSF-Miliz bei der Einnahme der Stadt unbewaffnete Männer hingerichtet und zahlreiche Frauen und Mädchen vergewaltigt hätten. Ganze Gruppen von Männern seien den Zeugenaussagen zufolge erschossen, geschlagen oder als Geiseln gefangen genommen worden. Amnesty sprach nach eigenen Angaben mit 28 Menschen, die aus der Region geflohen sind. Die Aussagen zählten zu den ersten Berichten von Augenzeugen, die Al-Faschir nach dem Einmarsch der RSF-Miliz verlassen hätten. Überlebende sprachen demnach von einem "Massaker". Die Menschenrechtsorganisation warf den Vereinigten Arabischen Emiraten vor, die Taten der Miliz erleichtert zu haben. Auch andere Institutionen hatten diesen Vorwurf erhoben. Callamard sagte, die Welt dürfe angesichts des brutalen Angriffs des RSF nicht wegschauen. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.