Deutschlandfunk: Deutschlandfunk plant umfangreiche Programmreform

Datum02.07.2026 14:46

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Deutschlandfunk plant eine Programmreform ab 30. November, die Fachsendungen wie "Forschung aktuell" streicht. Stattdessen sollen längere Magazinsendungen zu allgemeinen Themen wie Kultur oder Wissen entstehen. Fachredaktionen werden künftig verstärkt Beiträge für tägliche Magazine liefern und Themen vertiefen. Die Programmdirektorin betont, dass es sich nicht um ein Sparprogramm handelt, sondern um eine Stärkung der Verzahnung von Radio und Digitalem sowie eine "stärkere publizistische Durchschlagskraft" zur Sicherung der Programmqualität.

InhaltDer Deutschlandfunk hat ein neues Sendeschema vorgestellt. Demnach sollen Fachsendungen gestrichen und die Verzahnung von Radio und Digitalem gestärkt werden. Der Deutschlandfunk plant eine umfangreiche Programmreform und eine deutliche Veränderung des Sendeschemas. Aus den nun vorgestellten Plänen geht hervor, dass die bisher von Fachredaktionen erstellten Sendungen wie Tag für Tag, Büchermarkt oder Forschung aktuell abgeschafft werden sollen. Anstelle davon soll es neben den Informationsmagazinen längere Magazinsendungen geben – etwa zu allgemeinen Themen wie Kultur oder Wissen. Das neue Programm soll am 30. November starten. Fachredaktionen sollen in Zukunft mehr Beiträge für die täglichen Informationsmagazine liefern und Themen in längeren Hintergrund-Sendungen vertiefen. Jona Teichmann, die Programmdirektorin des Deutschlandradios, sagte, die Reform solle "die Redaktionen entlasten und die Qualität des Programms sichern". Ein Sparprogramm sei die geplante Reform aber nicht. "Wir schließen keine Redaktionen", sagte sie. Bei den Neuerungen gehe es um eine bessere Verzahnung von Radio und Digitalem. Man verändere sich an einigen Stellen "damit wir bleiben, was wir sind." Zudem sprach sie davon, dass sich der Sender von der Reform eine "stärkere publizistische Durchschlagskraft" erhoffe. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.