Datum02.07.2026 10:58
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Prozess um einen Frontalcrash mit drei Toten bei Haigerloch beantragt die Nebenklage die Verlegung des Verfahrens an das Landgericht und einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr. Es wird geprüft, ob vorsätzliche Tötung oder Mord vorliegt. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, mit über 150 km/h gewissenlos gehandelt zu haben. Er ist wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Prozess um Unfall mit 3 Toten“. Lesen Sie jetzt „Frontalcrash mit Tempo 150 – Mordvorwurf im Raum“. Im Fall eines verheerenden Verkehrsunfalls mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten bei Haigerloch (Zollernalbkreis) hat die Nebenklage beantragt, das Verfahren an das Landgericht Hechingen zu verweisen. Außerdem wurde ein Haftbefehl gegen den 33 Jahre alten Angeklagten beantragt wegen Fluchtgefahr. Die Nebenklagevertreter wollen prüfen lassen, ob ein vorsätzliches Tötungsdelikt oder gar Mord vorliegt. Der Angeklagte habe bei der bewussten Hochrisikofahrt und einer Geschwindigkeit von mehr als 150 Kilometern pro Stunde mit seinem 440 PS starken Sportwagen Gleichgültigkeit und eine verachtenswerte Gesinnung an den Tag gelegt. Er habe die Gefahr erkannt, sie aber bedenkenlos und rücksichtslos beiseitegeschoben, sagte Nebenklagevertreter Lasse Jonek.Der 33 Jahre alter Autofahrer steht derzeit vor dem Amtsgericht Balingen unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und gefährlicher Körperverletzung. Am 8. März 2025 hatte der Angeklagte laut Anklage bei einem Überholversuch die Kontrolle über seinen Mustang verloren und war annähernd frontal in einen entgegenkommenden Transporter geprallt. Der 44 Jahre alte Fahrer des Transporters sowie zwei Mitfahrer starben infolge der Verletzungen, die sie bei dem Unfall auf der Bundesstraße 463 erlitten. Der 33-Jährige und sein Mitfahrer wurden schwer verletzt. In dem Transporter wurden ebenfalls zwei Menschen schwer verletzt. Dem Deutschen wird deshalb auch fahrlässige Körperverletzung dreier Menschen sowie Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen. Der 33-Jährige schwieg bisher zu den Vorwürfen. Bisher ist nur ein Verhandlungstermin anberaumt worden. © dpa-infocom, dpa:260702-930-319363/2