Datum02.07.2026 11:00
Quellewww.zeit.de
TLDRAufgrund des großen Interesses wird die Sonderausstellung "Die Schamanin" im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle bis Februar 2027 verlängert. Bis dato zog die Schau, die sich dem rund 9.000 Jahre alten Grab einer Schamanin widmet und 192 Exponate aus 14 Ländern präsentiert, bereits 37.000 Besucher an. Die Ausstellung beleuchtet Schamanismus von der Vorgeschichte bis heute und ordnet den Fund von Bad Dürrenberg in den mittelsteinzeitlichen Kontext ein.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Ausstellungen“. Lesen Sie jetzt „Schamanin-Ausstellung in Halle bis Februar 2027 verlängert“. Wegen des großen Besucherinteresses verlängert das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle seine Sonderausstellung "Die Schamanin" bis zum 7. Februar 2027. Ursprünglich sollte die Schau am 1. November enden. Seit ihrer Eröffnung am 27. März haben rund 37.000 Menschen die Ausstellung besucht, teilte das Landesmuseum mit. Die Besucherinnen und Besucher kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus 35 weiteren Ländern. "Die positive Resonanz des Publikums verdeutlicht, dass diese Ausstellung in vielerlei Hinsicht von herausragender Relevanz ist", sagte Landesarchäologe Harald Meller. "Unter anderem führen die neuesten, hier teilweise erstmals präsentierten Forschungsergebnisse eindrucksvoll die Erkenntnismöglichkeiten aktueller und interdisziplinärer Forschung vor Augen." Im Mittelpunkt der Schau steht das rund 9.000 Jahre alte Grab der Schamanin von Bad Dürrenberg (Saalekreis). Die etwa 30 bis 40 Jahre alte Frau war gemeinsam mit einem etwa sechs Monate alten Kind bestattet worden. Ein Kopfschmuck aus Rehgeweih und Schmuck aus Tierzähnen geben Hinweise auf ihre besondere Stellung als spirituelle Spezialistin ihrer Gemeinschaft. Insgesamt sind auf rund 900 Quadratmetern 192 Exponate und Exponatgruppen aus 14 Ländern zu sehen. Die Ausstellung beleuchtet den Schamanismus von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit und ordnet den Fund von Bad Dürrenberg in den kulturgeschichtlichen Kontext der Mittelsteinzeit ein. Das Grab der Schamanin wurde bereits 1934 bei Bauarbeiten entdeckt. Es zählt neben der Himmelsscheibe von Nebra zu den wichtigsten Exponaten des Landesmuseums. Teile der Grabgrube blieben unberührt und wurden erst seit 2019 im Zuge neuer Grabungen untersucht. © dpa-infocom, dpa:260702-930-321120/1