Meeresschutz: Zentrum soll bei Bergung von Altmunition aus Nord- und Ostsee helfen

Datum02.07.2026 07:09

Quellewww.zeit.de

TLDREin neues Bundeskompetenzzentrum in Rostock soll die Bergung von rund 1,6 Millionen Tonnen Weltkriegsmunition aus Nord- und Ostsee beschleunigen. Diese Munitionsaltlasten stellen eine Gefahr für die Meeresumwelt und potenziell für die menschliche Nahrungskette dar, da explosive Stoffe Krebs verursachen und das Erbgut schädigen können. Die Bundesregierung unterstützt die Bergung mit einem 100-Millionen-Euro-Sofortprogramm. Das Zentrum fördert den Austausch zwischen Forschung, Wirtschaft und Politik.

InhaltNach dem Kriegsende wurden in der Nord- und Ostsee 1,6 Millionen Tonnen Munition Kriegsende versenkt. Ein Kompetenzzentrum in Rostock soll die Bergung voranbringen. Das neue Bundeskompetenzzentrum Munitionsbergung aus dem Meer in Rostock hat seine Arbeit aufgenommen. Das Kompetenzzentrum soll die Bergung der Munitionsaltlasten aus deutschen Meeren vorantreiben und den Austausch zwischen Forschungseinrichtungen, Unternehmen sowie Bund und Küstenländern erleichtern, wie das Bundesumweltministerium mit. Das Zentrum soll die Bergung von insgesamt 1,6 Millionen Tonnen Kriegsmunition in deutschen Hoheitsgewässern vorantreiben. Der Großteil der Altlasten wurde dort nach dem Zweiten Weltkrieg versenkt. Die Sprengstoffe sondern nach Ministeriumsangaben Substanzen ab, die teils Krebs verursachen und das Erbgut schädigen können. Sie reicherten sich in Muscheln und Fischen an und gefährdeten so die Meeresumwelt. Nach Ansicht von Experten könnten sie auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Die Bundesregierung unterstützt die Bergung mit 100 Millionen Euro in einem Sofortprogramm. Die Bergung von Altmunition ist zudem Teil eines "Aktionsplans Meer" des Bundesumweltministeriums. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.