Nach langer Fehlersuche: Stellwerk funktioniert: Züge fahren wieder nach Wuppertal

Datum02.07.2026 06:57

Quellewww.zeit.de

TLDRNach wochenlanger Fehlersuche funktioniert das Stellwerk in Wuppertal wieder, wodurch der Bahnverkehr auf der Strecke Düsseldorf-Wuppertal normalisiert ist. Parallel zur Behebung der technischen Probleme nähert sich die Generalsanierung der Strecke Köln-Wuppertal-Hagen, die Ende Februar begann und voraussichtlich in einer Woche abgeschlossen sein wird. Die Bahn kündigt weitere umfangreiche Baumaßnahmen für die kommenden Jahre an.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach langer Fehlersuche“. Lesen Sie jetzt „Stellwerk funktioniert: Züge fahren wieder nach Wuppertal“. Nach einer zweiwöchigen Stellwerksstörung normalisiert sich der Bahnverkehr rund um Wuppertal wieder. Seit Donnerstagmorgen können Züge auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Wuppertal wieder nach Plan fahren. S-Bahnen und Regionalzüge sind wieder weitgehend pünktlich unterwegs. Zwei Wochen lang hatte ein defektes Stellwerk dort für Probleme gesorgt.  Der Ausfall hatte Techniker lange vor ein großes Rätsel gestellt. Nach dem ersten Ausfall am 18. Juni dauerte es eine Woche, bis überhaupt eine Fehlerquelle gefunden wurde. Techniker wechselten Komponenten in einem Computersystem aus – anschließend wurde das Stellwerk schrittweise wieder in Betrieb genommen. Doch schon wenig später war das System erneut defekt und der Bahnverkehr musste gestoppt werden. Seitdem seien noch einmal Komponenten ausgetauscht worden, sagte ein Bahnsprecher. Man gehe davon aus, dass das System jetzt wieder stabil laufe. Auch auf einer zweiten Strecke, die Bahnkunden rund um Wuppertal seit Monaten viel Geduld abverlangt, zeichnet sich eine Entspannung ab: Die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen soll nach gut fünfmonatiger Generalsanierung in rund einer Woche wieder für Fern- und Regionalzüge freigegeben werden. Man gehe davon aus, dass die 65 Kilometer lange Strecke am 10. Juli wie geplant freigegeben werden könne, hatte der Generalbevollmächtigte der Bahn, Jens Gräfer, noch am Mittwoch im Verkehrsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags gesagt.  Seit Anfang Februar ist die Strecke für die umfassende Sanierung voll gesperrt. Alle Fernzüge etwa von Köln nach Berlin und Hamburg werden über das Ruhrgebiet umgeleitet. Für die Pendler in der Region fahren in Spitzenzeiten rund 200 Ersatzbusse. Trotzdem müssten sich Bahnreisende auch in den kommenden Jahren noch auf eine Reihe von Einschränkungen durch Baustellen einstellen, betonte Gräfer. "Aktuell ist die Infrastruktur zu alt, zu voll und zu störanfällig, das gilt insbesondere auch für Nordrhein-Westfalen." Als Nächstes startet am 10. Juli die Generalsanierung der rechtsrheinischen Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden. Auch dort fahren dann fünf Monate lang keine Züge. 2028 sollen die Strecken von Hagen über Unna nach Hamm sowie linksrheinisch von Köln über Bonn nach Koblenz grundlegend saniert werden. Weitere Strecken folgen in den Jahren danach – darunter auch die zentrale Bahnachse vom Ruhrgebiet über Düsseldorf nach Köln. © dpa-infocom, dpa:260702-930-319848/1