Datum02.07.2026 06:08
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Geburtenrate in Deutschland ist 2025 auf 1,32 Kinder pro Frau gesunken, der niedrigste Wert seit 1997. Dies betrifft insbesondere Ostdeutschland und Frauen mit deutschem Pass, während das Durchschnittsalter der Eltern steigt. Gleichzeitig hat Deutschland zwei Taliban-Vertreter als Konsularbeamte zugelassen, um Abschiebungen zu erleichtern, was bei afghanischen Geflüchteten zu Verunsicherung führt.
InhaltIn Deutschland werden so wenige Kinder geboren wie seit fast 30 Jahren nicht mehr. Woran liegt das? Und: Warum Mitglieder der Taliban offiziell in Deutschland tätig sind. Die Geburtenrate in Deutschland ist 2025 auf durchschnittlich 1,32 Kinder pro Frau gesunken. Das ist der niedrigste Wert seit 1997. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 654.000 Kinder geboren, so wenige wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. In Sachsen lag die Geburtenrate mit 1,16 Kindern am niedrigsten, in Niedersachsen mit 1,38 am höchsten. Insgesamt werden in Ostdeutschland weniger Kinder geboren als in Westdeutschland. Auch nach Staatsangehörigkeit unterscheiden sich die Werte. Frauen mit deutschem Pass bekamen durchschnittlich 1,20 Kinder, Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 1,78 Kinder. Beide Geburtenraten gehen jedoch seit Jahren zurück. Zudem werden Menschen in Deutschland immer später Eltern. Mütter waren bei der Geburt ihres Kindes im Durchschnitt 31,9 Jahre alt, Väter 34,8 Jahre. Was diese Entwicklung für Deutschland bedeutet und welche Folgen sie haben könnte, erklärt Johanna Schoener, Redakteurin im Familienressort der ZEIT. Deutschland hat zwei Vertreter der Taliban als Konsularbeamte in der afghanischen Botschaft in Berlin und im Generalkonsulat in Bonn zugelassen. Obwohl die Bundesregierung die Talibanregierung in Afghanistan offiziell nicht anerkennt, vertreten die beiden Männer die Interessen ihrer Regierung und übernehmen konsularische Aufgaben, etwa die Ausstellung von Dokumenten. Die Entscheidung hängt auch damit zusammen, dass die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart hat, mehr Menschen nach Afghanistan abzuschieben. Besonders unter Afghanen, die vor den Taliban nach Deutschland geflohen sind, sorgt die Entscheidung für Verunsicherung. Sie befürchten, dass Vertreter des Regimes nun auch in Deutschland Einfluss gewinnen könnten. Warum Deutschland die Männer ins Land gelassen hat, erläutert Nina Monecke, Redakteurin im Politikressort der ZEIT. Und sonst so? Ein höchst romantischer Heiratsantrag Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Ole Pflüger Mitarbeit: Christina Felschen, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.