Datum02.07.2026 04:18
Quellewww.zeit.de
TLDREin großer Waldbrand wütet in Südfrankreich, wo Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz sind und 200 Anwohner evakuiert wurden. Die Trockenheit, Hitze und starker Wind erschweren die Löscharbeiten. In Griechenland gab es zwei Todesopfer nach einem Buschbrand, der durch starken Wind angeheizt wurde.
InhaltWegen eines sich ausbreitenden Feuers müssen 200 Franzosen ihre Wohnungen im Süden des Landes verlassen. In Griechenland sterben zwei Menschen nach einem Buschbrand. In Südfrankreich ist ein mindestens 800 Hektar großer Waldbrand ausgebrochen. Hunderte Feuerwehrleute waren rund 30 Kilometer nördlich von Narbonne im Kampf gegen die Flammen im Einsatz. Zwischenzeitlich habe das Feuer eingedämmt werden können, wie die Präfektur laut der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Aber es sei "nicht unter Kontrolle", hieß es. Rund 200 Menschen aus zwei Dörfern in der Nähe des Brandgebietes mussten das Gebiet verlassen. Der Kampf gegen die Flammen erwies sich als äußerst schwierig, weil es keine Zugangsstraßen in das hügelige Gelände gab. Zudem begünstigten die seit Tagen anhaltende Dürre und Hitze sowie heftige Winde die Ausbreitung des Feuers. Frankreich hat im Juni den nach Angaben des staatlichen Wetterdienstes heißesten Tag seit Beginn der Messungen erlebt. In Pissos an der Atlantikküste wurden 44,3 Grad gemessen, auch in zahlreichen weiteren Städten wurde es deutlich über 40 Grad heiß. Frankreich hatte mehr als 1.000 Tote nach der außergewöhnlichen Hitzewelle im vergangenen Monat gemeldet. Erst am Vortag waren bei einem Wald- und Buschbrand rund 20 Kilometer nordöstlich der griechischen Hafenstadt Thessaloniki zwei Menschen gestorben. Das Feuer brach aus noch unbekannter Ursache in niedriger Vegetation aus und breitete sich dann, angeheizt von starkem Wind, auf einen Pinienwald und Häuser der Ortschaft Lete mit 4.000 Einwohnern aus. Die Menschen wurden per Warn-SMS aufgerufen, den Ort zu verlassen. Die Waldbrandgefahr in Griechenland hält sich derzeit dem griechischen Zivilschutz zufolge noch in Grenzen, zumal das Land nicht der Hitzewelle ausgesetzt war, die unter anderem in Deutschland wütete. Allerdings herrschen örtlich für die Jahreszeit typische starke Winde, die kleine Feuer zu gewaltigen Wald- und Buschbränden anheizen können und die Löscharbeiten erschweren.