Halbleiterproduktion: Infineon eröffnet neues Halbleiterwerk in Dresden

Datum02.07.2026 03:30

Quellewww.zeit.de

TLDRInfineon hat in Dresden ein neues, fünf Milliarden Euro teures Halbleiterwerk eröffnet, das die Produktionskapazität verdoppelt und 1.000 neue Jobs schafft. Die "Smart Power Fab" produziert Leistungshalbleiter für E-Autos, erneuerbare Energien und Rechenzentren auf 300-Millimeter-Wafern. Das Werk wird mit Ökostrom betrieben und nutzt Industriewasser. Digitale minister Karsten Wildberger wird zur Eröffnung den Bundeskanzler vertreten.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Halbleiterproduktion“. Lesen Sie jetzt „Infineon eröffnet neues Halbleiterwerk in Dresden“. Der Chiphersteller Infineon will seine Produktionskapazität in Dresden verdoppeln und nimmt am Donnerstag (11.00) ein neues Werk in Betrieb. Die Smart Power Fab ist ein Bau der Superlative und kostete rund fünf Milliarden Euro. Etwa eine Milliarde davon kommt aus öffentlicher Förderung. Mit der Produktionsstätte werden etwa 1.000 neue Jobs geschaffen.  Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte seine Teilnahme zur Eröffnung aus terminlichen Gründen abgesagt. Er wird nun von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) vertreten. Außerdem wollen Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG, und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Grußworte halten.  Seit dem Spatenstich Anfang Mai 2023 vergingen gerade einmal drei Jahre bis zur Fertigstellung. Das Werk wird drei Monate früher als geplant in Betrieb genommen. Infineon will hier Leistungshalbleiter herstellen, die unter anderem für Elektroautos, erneuerbare Energien, Rechenzentren und Industrieanlagen gebraucht werden. Die Chips entstehen auf 300-Millimeter-Wafern.  Das Werksgebäude ragt über 40 Meter in die Höhe und 22 Meter tief in den Boden. Der Reinraum hat auf zwei Etagen eine Fläche von etwa drei Fußballfeldern. Die fehlerfreie Herstellung der mikroskopisch kleinen Chip-Strukturen verlangt eine staubfreie Umgebung. Die Fab wird zu 100 Prozent mit Öko-Strom betrieben und nutzt Industriewasser anstelle von Trinkwasser. © dpa-infocom, dpa:260702-930-319272/1