Datum25.11.2025 06:48
Quellewww.spiegel.de
TLDREine aktuelle Umfrage zeigt, dass etwa die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland online nach Informationen zu Depressionen sucht, bei erkrankten Personen sind es 78 %. Die Studie, gefördert von der Deutschen Bahn Stiftung, untersucht seit 2017 die Einstellungen zur Depression. Experten betonen, dass Online-Infos eine professionelle Behandlung nicht ersetzen können. Betroffene sollten sich an Hausärzte wenden und auf die Seriosität von Quellen in sozialen Medien achten.
InhaltHinweise aus dem Netz können helfen, doch eine professionelle Behandlung ersetzen sie nicht: Rund jeder zweite Erwachsene in Deutschland hat sich bereits online über Depressionen informiert. Befragt wurden mehr als 5000 Personen. Rund jeder zweite Erwachsene in Deutschland hat bereits online nach Informationen über Depression recherchiert. Unter den tatsächlich Erkrankten sind es sogar 78 Prozent. Das geht aus dem aktuellen "Deutschland-Barometer Depression" hervor, das der Nachrichtenagentur vorab vorliegt. Die jährliche, repräsentative Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention wird von der Deutsche Bahn Stiftung gefördert. In diesem Jahr nahmen 5196 Erwachsene im Alter von 18 bis 69 Jahren sowie ergänzend 103 Jugendliche von 16 bis 17 Jahren teil. Seit 2017 untersucht das Barometer regelmäßig Einstellungen und Erfahrungen der Bevölkerung rund um das Thema Depression – eine Erkrankung, die das Denken, Fühlen und den Alltag der Betroffenen tiefgreifend beeinflussen kann. Wer den Verdacht hat, an einer Depression erkrankt zu sein, sollte sich laut Depressionshilfe zunächst an den Hausarzt wenden. Hinweise und Informationen aus dem Netz könnten unterstützen, ersetzten aber keine professionelle Behandlung. Die Stiftung empfiehlt außerdem, in sozialen Medien auf die Seriosität von Quellen zu achten – etwa darauf, ob Inhalte von Fachleuten, Kliniken oder öffentlichen Gesundheitsorganisationen stammen und realistische Behandlungsmöglichkeiten darstellen. Mehr zum Thema Depressionen lesen Sie hier.