Trinkwasser-Versorgung: Bedenklicher Stoff im Trinkwasser in Zehdenick festgestellt

Datum01.07.2026 20:50

Quellewww.zeit.de

TLDRIm Trinkwasser von Zehdenick wurde eine bedenkliche Konzentration von Bromat festgestellt. Die Behörden raten dringend vom Verzehr und der Zubereitung von Speisen und Getränken mit dem Leitungswasser ab, da Bromat als möglicherweise krebserregend gilt. Die Stadtwerke arbeiten mit dem Gesundheitsamt an der Klärung der Ursache für die Grenzwertüberschreitung, die erstmals aufgetreten ist. Bis auf Weiteres ist das Wasser nur noch zur Körperhygiene und Reinigung erlaubt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Trinkwasser-Versorgung“. Lesen Sie jetzt „Bedenklicher Stoff im Trinkwasser in Zehdenick festgestellt“. Im Trinkwasser der Stadt Zehdenick im Kreis Oberhavel ist eine erhöhte Konzentration von Bromat festgestellt worden. "Das Trinkwasser ist bis auf Widerruf nicht zum Verzehr geeignet", heißt es in einer Warn-Meldung des Landkreises Oberhavel. Es dürfe ausschließlich für die Körperhygiene und Reinigung verwendet werden.  Bromat (Salz der Bromsäure) gilt laut Gesundheitsbehörden als möglicherweise krebserregend. "Eine Nutzung zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken, zum Kochen sowie zum Waschen oder Abspülen von Lebensmitteln ist bis auf Weiteres nicht zulässig", hieß es. Bei Säuglingen und Kleinkindern sei besonders darauf zu achten, dass beim Duschen oder Baden kein Trinkwasser verschluckt wird. Die Stadtwerke teilten im Internet mit, zunächst seien Kitas und Schulen informiert worden, damit vorsorglich kein Leitungswasser getrunken werde. Es gebe aber keinen Grund zur Sorge. Die Stadtwerke seien im Austausch mit dem Gesundheitsamt und stimmten weitere notwendige Schritte ab.  Die Überschreitung des Bromat-Grenzwertes sei erstmalig gemessen worden, hieß es. Weitere Labore seien mit der Prüfung beauftragt worden. Bromat entsteht laut den Stadtwerken durch die Aufbereitung von Wasser mit Ozon. Dies finde im Wasserwerk aber nicht statt. Nun soll geklärt werden, wie es zum erhöhten Grenzwert kam. © dpa-infocom, dpa:260701-930-318778/1