Datum01.07.2026 20:12
Quellewww.spiegel.de
TLDRLaut einer aktuellen Umfrage liegt die Linke mit 20 Prozent als stärkste Kraft vor den Grünen (19%) und der AfD (18%). Die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner stürzt auf 17 Prozent ab und liegt hinter der AfD. Die SPD erreicht 13 Prozent. Die aktuelle Koalition aus CDU und SPD hätte keine Mehrheit mehr. Die Unzufriedenheit mit dem Senat ist hoch. Wegner steht zudem wegen seines Verhaltens bei einem Stromausfall in der Kritik.
InhaltIn zweieinhalb Monaten wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Eine aktuelle Umfrage zeigt die Linkspartei als stärkste Kraft. Die CDU rutscht ab. Die Linke liegt zweieinhalb Monate vor der Berlinwahl in einer Umfrage vorn. Wie aus dem Berlin-Trend von Infratest dimap hervorgeht, den der RBB in Auftrag gegeben hat , steht die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp bei 20 Prozent. Die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner rutscht in der Umfrage weiter ab. Mit 17 Prozent kämen die Christdemokraten laut der Umfrage aktuell nur auf Rang vier. Auf Platz zwei stehen die Grünen mit 19 Prozent, gefolgt von der AfD mit 18 Prozent. Laut der Sonntagsfrage steht die SPD aktuell bei 13 Prozent. FDP und BSW kämen demnach mit jeweils drei Prozent nicht ins Abgeordnetenhaus. Die Wahl ist am 20. September. Bei einer Erhebung für das Rennen ums Rote Rathaus im April war die CDU noch auf 19 Prozent gekommen. Grüne, Linke und AfD waren je auf 18 Prozent gekommen. Viele Menschen, laut der Umfrage 78 Prozent der Befragten, sind unzufrieden mit der Arbeit des Berliner Senats. Die aktuell regierende schwarz-rote Koalition hat laut der Umfrage keine Mehrheit mehr. Aber auch der Regierende Bürgermeister Wegner selbst steht spätestens seit einem großflächigen Stromausfall in der Kritik. Als Zehntausende Berliner Haushalte keinen Strom hatten, spielte er Tennis und verschwieg dies zunächst. Auf dem Landesparteitag der CDU hatte es überraschend sogar einen Gegenkandidaten gegeben. Auf Wegner entfielen am Ende 92,6 Prozent. Ein SPIEGEL-Interview mit dem Berliner Regierungschef lesen Sie hier . Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 25. und 29. Juni insgesamt 1165 Menschen online und telefonisch befragt, wie der RBB mitteilte. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten.