Datum01.07.2026 17:00
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Gewerkschaft NGG hat Beschäftigte von Dr. Oetker in Bielefeld und Oerlinghausen zu Warnstreiks aufgerufen. Grund sind stockende Tarifverhandlungen. Die NGG fordert 5,7 Prozent mehr Lohn über 12 Monate, während das Unternehmen angeblich nur 2 Prozent anbietet. Die Streiks betreffen die Produktion von Müsli und Backzutaten sowie Verwaltungs- und IT-Bereiche. Die vierte Verhandlungsrunde findet am 8. Juli statt, bei der die Gewerkschaft ein verbessertes Angebot erwartet.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nahrungsmittelunternehmen“. Lesen Sie jetzt „Gewerkschaft ruft Oetker-Beschäftigte zu Warnstreiks auf“. Beim Lebensmittelhersteller Dr. Oetker kommt es zu Warnstreiks. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) teilte mit, dass sie für Donnerstag zu Arbeitsniederlegungen an den Standorten in Bielefeld und Oerlinghausen aufgerufen habe. Dort arbeiten laut NGG circa 2.500 Beschäftigte für Oetker und Tochterfirmen, die unter den Tarifvertrag fallen. Die Gewerkschaft fordert ein Entgeltplus von 5,7 Prozent für einen 12-monatigen Tarifvertrag. Der vorige Vertrag war im April ausgelaufen. Das Unternehmen wollte sein Angebot auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht offenlegen, laut NGG beläuft es sich auf ein Entgeltplus von 2 Prozent. "Das reicht nicht aus und wird der Leistung der Beschäftigten nicht gerecht", sagt Gewerkschafter Thorsten Kleile. Die Geduld vieler Beschäftigter sei begrenzt. "Nach drei Verhandlungsrunden muss festgestellt werden: Ohne Druck bewegt sich nichts." Bei der vierten Verhandlungsrunde am 8. Juli erwarte man ein deutlich verbessertes Angebot, betont Kleile. An den vom Warnstreik betroffenen Standorten werden Müsli, Backmischungen und andere Backzutaten hergestellt. Außerdem gibt es dort Verwaltung, IT-Abteilungen und andere Konzernbereiche. © dpa-infocom, dpa:260701-930-317762/1