Datum01.07.2026 15:50
Quellewww.zeit.de
TLDRManuel Neuer beendet seine Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Trotz des schmerzhaften frühen WM-Ausscheidens bereut er seine Rückkehr in die DFB-Elf, einstudiert im Alter von 40 Jahren, nicht. Er sah es als Ehre, das Trikot zu tragen und junge Spieler zu unterstützen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte ihn kurz vor der WM zurückgeholt, was Debatten auslöste. Neuer war bei seiner fünften WM zum WM-Rekordtorwart aufgestiegen. Seinen Vertrag beim FC Bayern verlängerte er.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Fußball-Nationalmannschaft“. Lesen Sie jetzt „Manuel Neuer zum DFB-Abschied: "Ende tut sehr weh"“. Manuel Neuer hat nach seinem endgültigen Karriereende in der Fußball-Nationalmannschaft nochmals seine Beweggründe für die WM-Rückkehr erläutert und sich bei den Fans für die jahrelange Unterstützung bedankt. "Das frühe Ausscheiden bei der WM ist extrem ernüchternd. Wir sind klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hätten in diesem Turnier weiter kommen müssen. Dieses Ende tut sehr weh", schrieb der deutsche Rekordtorwart bei Instagram. Zwei Jahre nach seinem ersten Rücktritt nur für die WM noch einmal in die DFB-Auswahl zurückzukehren, sei trotz der Turnierenttäuschung mit dem Aus in der Zwischenrunde eine richtige Entscheidung gewesen, merkte der 40-Jährige an. "Trotz des bitteren Endes bereue ich diesen Schritt keine Sekunde", schrieb der Bayern-Schlussmann, der 128 Mal für Deutschland spielte. "Ich hatte mich ganz bewusst dafür entschieden, noch einmal für Deutschland zu spielen. Zum einen, weil es mich immer mit tiefem Stolz erfüllt hat, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen. Zum anderen, weil ich mit meinen 40 Jahren und den Erfahrungen aus 4 WM-Turnieren auch die jungen Spieler sowohl auf als auch neben dem Platz bestmöglich unterstützen und Fußball-Deutschland helfen wollte", führte er seine Beweggründe aus. Bundestrainer Julian Nagelmann hatte Neuer kurz vor der WM zurückgeholt und damit kontroverse Debatten ausgelöst, weil Oliver Baumann der Status als Nummer eins wieder entzogen wurde. In den drei Gruppenspielen wurde Neuer nicht ernsthaft geprüft, blieb aber nie ohne Gegentreffer. Der Siegtreffer Ecuadors beim 1:2 der DFB-Elf wurde ihm zum Teil angelastet, Neuer sah aber kein Verschulden seinerseits. In der Zwischenrunde gegen Paraguay zeigte er seine beste Turnierleistung und parierte einen Elfmeter - das war beim 3:4 aber zu wenig. Bei seiner fünften WM-Teilnahme stieg Neuer mit nun 23 Partien zum WM-Rekordtorwart auf. Für den deutschen WM-Rekord von Lothar Matthäus hätte er noch zwei Spiele mehr bestreiten müssen. "Es war mir immer eine Ehre", überschrieb er seinen Social-Media-Beitrag. Beim FC Bayern hat Neuer seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. © dpa-infocom, dpa:260701-930-317230/1