Landtagsdebatte: Peters warnt vor wirtschaftlichen Folgen einer AfD-Regierung

Datum01.07.2026 14:56

Quellewww.zeit.de

TLDRCDU-Fraktionschef Daniel Peters warnte im Schweriner Landtag vor einem wirtschaftlichen Aderlass in Mecklenburg-Vorpommern bei einer Regierungsbeteiligung der AfD. Er befürchtet einen Fachkräfteverlust, insbesondere unter Menschen mit Migrationshintergrund, die in wichtigen Sektoren wie Krankenhäusern und Dienstleistungen tätig sind. Die AfD wies die Warnung als "Horrorszenario" zurück. Die Debatte findet kurz vor der Landtagswahl statt, bei der die AfD laut einer Umfrage vorn liegt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Landtagsdebatte“. Lesen Sie jetzt „Peters warnt vor wirtschaftlichen Folgen einer AfD-Regierung“. CDU-Fraktionschef Daniel Peters hat vor einem möglichen Fachkräfteverlust gewarnt, wenn die AfD in Regierungsverantwortung kommen sollte. "Wenn Sie an die Macht kommen, wird Mecklenburg-Vorpommern einen wirtschaftlichen Aderlass erleben, ein wirtschaftlich großes Problem bekommen", sagte Peters an die Adresse der Rechtspopulisten gerichtet in einer Sitzung im Schweriner Landtag. Es gebe viele Menschen, die wahrscheinlich das Land verlassen würden, sagte Peters. "Das sind diejenigen Menschen, die einen Migrationshintergrund haben, die dazu beitragen, dafür sorgen, dass wir in den Krankenhäusern Stabilität haben, in den Dienstleistungsbereichen, in der Gastronomie, in vielen anderen Bereichen." AfD-Fraktionschef Enrico Schult wies dies entschieden zurück. Solche "Horrorszenarien" seien schon in den vergangenen Jahren gezeichnet worden. Am kommenden Freitag kommt der Landtag planmäßig ein letztes Mal vor der Landtagswahl am 20. September in seiner aktuellen Konstellation zusammen. In den letzten regulären Sitzungen sollen in dieser Woche unter anderem noch mehrere Gesetze beschlossen werden. Laut einer jüngsten Insa-Umfrage liegt die AfD im Land derzeit mit 35 Prozent vorn. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig lag demnach bei 28 Prozent, wie der Neubrandenburger "Nordkurier" als Auftraggeber der Umfrage mitteilte. Die CDU kam in der Befragung auf 10 Prozent, die Linke auf 11 Prozent, das BSW auf 6 Prozent. Grüne mit 4 Prozent und FDP mit 3 Prozent wären nach dieser Umfrage derzeit nicht mehr im Parlament vertreten. © dpa-infocom, dpa:260701-930-316567/1